Petrovic: Subventionen für Schlachttierexport abschaffen

Noch immer werden grausame Tiertransporte gefördert

Wien (OTS) Eine sofortige Abschaffung der Subventionen für den Export von Schlachttieren, fordert die stv. Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic, anläßlich des heutigen Internationalen Tages gegen Tiertransporte. "Solange diese Transporte mit öffentlichen Mitteln gestützt werden, wird dieses Tierleid kein Ende haben," so Petrovic.

Derzeit werden für ein Rind, das in den Nahen Osten exportiert wird, je nach Gewicht zwischen 4.000 und 5.000 ATS an EU-Subventionen bezahlt. Allein im Jahr 1998 exportierte die EU mehr als 300.000 Zucht- und Schlachtrinder unter grausamsten Bedingungen in Drittländer. Selbst in einem Bericht der EU-Kommission werden Mißstände wie der fahrlässige und unsachgemäße Umgang mit Tieren, der Transport verletzter Tiere, unzureichende Belüftung, Überladung, Schwierigkeiten bei der Kontrolle beanstandet.In erster Linie werden die Mitgliedstaaten für den mangelnden Vollzug der Rechtsvorschriften verantwortlich gemacht.

Auch in Österreich gebe es viel zu wenig Kontrollen, so Petrovic und selbst nach schweren Mängeln können die Transporter dann ungehindert weiterfahren. Zwei Drittel aller Transporte weisen tierschutzrelevante oder Dokumentations-Mängel auf. Amtstierärzte und Tiertransportinspektoren, die ihrem Auftrag nachkommen, werden oft aufgrund ihres Engagements von der Frächterlobby sogar bedroht oder unter Druck gesetzt.

Die Grünen fordern eine ersatzlose Streichung der Exportsubventionen, eine Verbesserung der EU-Richtlinien und mehr Kontrollen. "Tiertransporte tragen zur Seuchenverbreitung bei und müssen daher so kurz wie möglich (nächstgelegener geeigneter Schlachthof) gehalten werden", fordert Petrovic. Abgesehen davon beweisen wissenschaftliche Untersuchungen, dass die Belastungen der Tiere während des Transports wie Stress, Angst und Schmerzen zu einer negativen Beeinflussung der Fleischqualität führen.

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