Kampf gegen Anti-Zivildienst-Politik geht weiter

Joseph Mussil zum Zivi-Sprecher wiedergewählt

Linz (OTS) - Beim 4. Bundeskongress der Zivildiener in Linz wurde Samstagnachmittag Joseph Mussil (20) in seinem Amt als Bundessprecher der Zivildiener bestätigt. Mit ihm stellen der Oberösterreicher Fabian Pirker (19) und der Wiener Mag. Gregor Maderbacher (28), der zuletzt durch seine Klage gegen die Republik bekannt geworden ist, die vierte "Zivi-Troika", die dritteljährlich neu gewählte Interessensvertretung von Österreichs Zivildienern.

Joseph Mussil, der seit 1. Februar bei den Wiener Kinderfreunden Zivildienst leistet und bereits eine Periode als Bundessprecher fungiert hat, wird damit konsequent die Arbeit für Österreichs Zivildiener fortsetzen können. Voll im Laufen ist etwa gerade eine Bürgerinitiative, in der die finanzielle Gleichstellung der Zivildiener mit den Präsenzdienern gefordert wird (Internet:
http://www.zivildienst.at/petition.htm). "Strasser, der allzu gern
den liberalen Ex-Zivi mimt, kann für sich beanspruchen, die Gewissensfrage zu einer Geldfrage gemacht zu haben", kommentiert Mussil. Dieser Entwicklung gelte es mit allen Mitteln entgegenzuwirken.

Genau darauf zielt auch die bekanntgewordene Klage Gregor Maderbachers ab, der seinen Zivildienst im Innenministerium in Wien versieht und am Samstag zum zweiten Bundessprecher-Vertreter gewählt wurde. Weil im Gesetzestext seit 1. Jänner nur noch steht, der Zivildiener habe von seiner Einrichtung - das ist im Falle Maderbachers das Innenministerium - "angemessen" verpflegt zu werden, und Maderbacher den ihm zugestandenen Tagessatz von 80 ATS (zum Vergleich: Präsenzdiener bekommen 172 ATS) keineswegs für angemessen halten will, hat er im April eine Klage beim Bezirksgericht Wien Innere Stadt eingebracht. Ziel der Klage ist es, Rechtssicherheit für Österreichs Zivildiener zu erwirken. "Der Rechtsweg ist mühsam, aber er scheint uns zielführend", ist Mussil zuversichtlich.

"Der Gang durch die Wüste Gobi ist auch für Österreichs Zivis Realität geworden", resümiert Mussil anlässlich des Bundeskongresses das vergangene Jahr. Als mittelfristiges Ziel der Troika nennt er erneut die gesetzliche Anerkennung der bislang in Selbstorganisation funktionierenden Zivildienervertretung. "Die Zivildiener in zivildienstpolitischen Fragen mitentscheiden zu lassen schiene mir an Strassers Stelle auf die Dauer jedenfalls sinnvoller, als die Entscheidungen immerfort den Gerichten zu überlassen", schließt Mussil.

Rückfragen & Kontakt:

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Bundessprecher Joseph Mussil: 0676 / 705 61 51
Bundessprecher-Stellvertreter Fabian Pirker: 0699 / 116 15 933
Bundessprecher-Stellvertreter Mag. Gregor Maderbacher 0699 / 111 98
574
Internet: www.zivildienst.at

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