FORMAT: Laut Werner Steinbauer schreibt Libro erst in drei Jahren wieder schwarze Zahlen

Styria AG will am Montag Entscheidung bekannt geben

Wien (OTS) - Die Buch- und Papierhandelskette Libro wird erst in drei Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben. Das erklärte der neue Vorstandssprecher des Konzernes, Werner Steinbauer, gegenüber dem Nachrichtenmagazin FORMAT.

In dem Interview erklärte Steinbauer weiters, daß er nach den notwendigen Schließungen auf einen dann noch verbleibende Umsatz von vier bis 4,5 Milliarden Schilling hoffe. Der Wert des Unternehmens sei mit über zwei Milliarden Schilling nach der Sanierung von der Unternehmensberatung Roland Berger "hoch, aber nicht unrealistisch" angesetzt, erklärte Steinbauer.

Zu einem Verkauf Libro sagte Steinbauer, dieser könne "sehr schnell gehen, sich aber auch lange hinziehen." Zur künftigen Rolle von Andre Rettberg sagte Steinbauer gegenüber FORMAT, dieser werde im neuen Management keine Aufgabe mehr haben.

"Es hat aber auch keinen Sinn, in der Vergangenheit zu wühlen", sagte Steinbauer zu Kritik am alten Libro-Management. "Wir alle machen Fehler. Ich denke lieber an die Zukunft."

Horst Pirker, Chef der Styria AG, erklärte gegenüber FORMAT, er werde am Montag seine Entscheidung hinsichtlich einer Übernahme von Libro bekannt geben. Pirker sagte, die Analyse des Unternehmens habe ergeben, daß es ohne einen Ausgleich nicht zu retten sei.

Das habe er den Banken auch mitgeteilt. Nachdem der Ausgleich nun eingeleitet sei, werde die Styria AG in Sitzungen am Wochenende die weitere Vorgangsweise festlegen. "Wenn es gemacht werden kann, dann sollten wir es machen", sagte Pirker gegenüber FORMAT.

In jedem Fall, sagte Pirker im FORMAT-Interview, werde er ohne Hintermänner arbeiten. Die Beteiligung von Investoren sei zwar nicht ausgeschlossen, aber es handle sich nicht um Fonds, sondern um "gesunde, mittelständische Unternehmen, die solide Gewinne" schrieben. Diese Unternehmen, so Pirker, kämen zum Teil aus dem Bereich der Libro-Gläubiger.

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