Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik/Parteien "Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Von Spiel und Wille

Ausgabe vom 1.Juli 2001 Klagenfurt (OTS) - Von Spiel und Wille - Hauptverband ist gleich Hans Salmutter. Die Gleichung, die uns die Koalition seit Monaten beizubringen bemüht ist, geht nicht auf. Mathematisch gesprochen ist sie eine Ungleichheit. Der Faktor "Sallmutter" ist ein Teil der Menge "Hauptverband der Sozialversicherungsträger". Nicht mehr. Auch dann nicht mehr, wenn man es uns verbissen einzuhämmern versucht. Es ist ein Einhämmern, das - logisch - das Tatsächliche verschleiert. Immerhin hat es das Verschleierte faustdick hinter den Ohren. Oder, um mit diversen Kritikern quer durch die Lager Österreichs zu sprechen, ist es "ungeheuerlich", "ein Wahnsinn", "eine demokratiepolitische Bankrotterklärung", "ein Anschlag gegen das Gesundheitssystem" ... Eines muss den Verantworlichen bewusst sein: Die "Entpolitisierung, Dynamsierung und Fachorientierung der Sozialversicherungen" bleibt ein unseriöse Forderung, solange die Taten eine andere Sprache sprechen. Eine Sprache, die in Wahrheit einer machtgierigen Ignoranz (gegenüber Wahlergebnissen, Verantwortung, demokratiepolitischen Grundwerten) gehorcht. Fatal wird das "Spiel", weil für die Sozialversicherung eine Reform in der Tat unausweichlich ist. Sie ist Muss, um dem Gesundheitswesen Rechnung tragen zu können. Und "Rechnung" ist wortwörtlich zu nehmen. Geht es doch auch um explodierende Kosten, die es mit Strukturänderungen einzudämmen gilt. Ein anderer Name im Hauptverband kann die Rechnung nicht begleichen. Ebensowenig wie ein Wechsel im schwarz-blau-roten Farbenpoker.

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