Schabl: Neues Rekordhoch bei geringfügig Beschäftigten zeigt Versäumnisse in der Arbeitsmarktpolitik

Kritische Entwicklung an Niederösterreichs Beschäftigungslage stoppen

St. Pölten, (SPI) - Die Frauen sind am Arbeitsmarkt traditionell eher auf der Verliererseite einzustufen, da sie weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, da sie in etlichen Bereichen - wie beispielsweise in der Technik - unterrepräsentiert und in Führungs-sowie Schlüsselpositionen eher selten anzutreffen sind. Neben der Lohnschere, die sich nach wie vor zwischen Frauen und Männern auftut, setzte sich in den letzten Jahren vermehrt eine sogenannte "Qualitätsschere" durch, die auf eine immer stärker werdende Reduktion der Arbeitszeit und einer damit verbundenen Schlechterstellung von Arbeitnehmern abzielt. Der sozialdemokratische Zweite Landtagspräsident Emil Schabl weist in einer Reaktion auf den tatsächlichen Ernst der Lage hin: "Der Trend am Arbeitsmarkt geht eindeutig in die falsche Richtung. Anstatt qualitativ vollwertige Arbeitsplätze zu schaffen, bevorzugt die Wirtschaft immer öfter geringfügige Beschäftigung. Familien, die auf einen Zweitverdienst angewiesen sind, oder auch weniger qualifizierte Arbeitskräfte werden somit genötigt, aufgrund der schlechten Arbeitsmarktsituation auf sogenannte ‚Mc Jobs‘ zurückzugreifen. Umfragen unter den Betroffenen bestätigen dies, da zwei Drittel der Teilzeitbeschäftigten offen zugeben, lieber Vollzeit arbeiten zu wollen." ****

Zwar hat sich die rechtliche Lage für geringfügig Beschäftigte seit 1998 verbessert, doch ändert dies nichts an der schlechten Entlohnung und den geringen Aufstiegschancen, die mit Mc Jobs verbunden sind. "Frauen sind fast dreifach stärker von der Problematik betroffen als Männer. Von den 208.108 insgesamt Betroffenen sind 149.248 weiblichen Geschlechts. Angesichts dieser Negativentwicklung müssen energischere Maßnahmen gesetzt werden, denn von Wirtschaftsseite her wird sich nichts von alleine ändern. Die Regierung ist jetzt aufgefordert zu handeln. Wir Sozialdemokraten jedenfalls wenden sich entschieden gegen Arbeit auf Abruf, gegen a-typische Arbeitsverhältnisse und somit gegen den eklatanten Zuwachs geringfügig Beschäftigter. Wir wollen Jobs, von denen die Menschen auch leben können", so Präsident Schabl abschließend.
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