Greenpeace: Politik unfähig Gen-Mais Krise zu bewältigen

Landeshauptleute-Konferenz ergebnislos zu Ende gegangen

Klagenfurt/Wien (OTS) - Mit herber Enttäuschung reagierte heute Greenpeace auf die "Ergebnisse" der außerordentlichen Landeshauptleute- Konferenz in Kärnten zum Thema gentechnisch verunreinigtes Saatgut. Die Landeshauptleute haben offenbar kein gemeinsames Programm zur Bewältigung der aktuellen Gen-Mais-Krise zustandegebracht. Lediglich Landeshauptmann Haider kündigte neuerlich an, Felder mit Gen-Mais bei Klagenfurt im Ausmaß von 19 Hektar beseitigen zu wollen. "Dieses blamable Resultat kommt einer Kapitulation der Politik vor dem Gen- Mais Problem gleich. Nach der Weigerung von Minister Haupt, seinen Minister-Verpflichtungen nachzukommen, haben nun auch die Landeshauptleute versagt", so Thomas Fertl von Greenpeace Österreich.

Fertl weiter: "Durch das Nicht-Handeln der Politik entsteht eine äußerst problematische Situation. Verteilt auf tausende Hektar Anbaufläche steht illegaler Gen-Mais in ganz Österreich unmittelbar vor der Blüte. Aber die verantwortlichen Politiker auf Bundes- und Landesebene sind nicht bereit oder fähig die nötigen Handlungen zu setzen, um in Österreich eine unkontrollierte Verbreitung dieser Gen-Pflanzen zu verhindern."

"Angesichts vermuteter 1000 Hektar Maisfelder in Kärnten ist auch die erneute Ankündigung von LH Haider 19 Hektar im Raum Klagenfurt vernichten zu wollen, völlig unzureichend. Wir bekräftigen unsere Forderung an Bundesminister Haupt die Beseitigung sämtlicher, bundesweit betroffener Felder anzuordnen. Da es sich um einen klaren Verstoß gegen das Gentechnik-Gesetz handelt, hat Minister Haupt hat nicht nur die Möglichkeiten, sondern sogar die Verpflichtung dazu", so Fertl abschließend.

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