Gerichtsgebühren werden ab 1. Juli teurer - BILD (web)

Wien (OTS) - Auf die rechtssuchende Bevölkerung kommt ab 1. Juli eine kräftige Erhöhung der Justizgebühren zu. Durchschnittlich um 10 % werden die Gebühren, zum Beispiel auch für Beglaubigungen, erhöht.

"In vielen Fällen werden die Notare jetzt zur kostengünstigeren Alternative", so der Mediensprecher der Österreichischen Notariatskammer, Dr. Georg Zakrajsek. "Schon bisher war viel zu wenig bekannt, dass gerade bei Beglaubigungen der Notar günstigere Tarife als das Gericht bietet."

Einige Beispiele: Kostete bisher die Beglaubigung einer Urkunde ohne Wertangabe beim Gericht S 50,--, so sind ab dem 01. Juli 2001 dafür S 60,-- zu bezahlen. Hier war der Notar schon immer günstiger:
S 36,-- (inkl. USt) beträgt seine Gebühr und das wird sich auch nicht ändern.

Dramatisch wird der Unterschied, wenn bei Beglaubigungen mehrere Unterschriften gleichzeitig abgegeben werden müssen. Beim Notar gibt es ab der zweiten Unterschrift einen 50 %igen Rabatt, nicht so aber bei Gericht. Zwei Beispiele: Die Beglaubigung eines Kaufvertrages über S 1.000.000,--, der von drei Personen unterzeichnet wird, kostete bei Gericht bisher S 1.590,--, ab 01. Juli 2001 S 1.740,--, beim Notar hingegen S 1.080,--. Die Beglaubigung von drei Unterschriften bei einem Kaufvertrag über S 2.000,000-- kostete bei Gericht bisher S 2.370,--, ab 01. Juli 2001 S 2.610,--, beim Notar hingegen S 1.368,--.

In diesen Beträgen ist jeweils die Umsatzsteuer enthalten, nicht aber die Stempelmarke, die sowohl bei Gericht als auch beim Notar zu kleben ist.

Notariatskammer-Präsident Dr. Georg Weißmann: "Die Gerichtsgebührenerhöhung verdeutlicht den Kostenvorteil beim Notar. Außerdem gibt es die bewährte erste kostenlose Rechtsauskunft."

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Rückfragenhinweis: Medienreferent Dr. Georg Zakrajsek
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