FP-Wagner: Gemeindemieter als Kreditgeber für größten Haushernn Europas

Betriebskostenrückzahlung von 178 Millionen Schilling ist das Ergebnis einer schlechten Kalkulation bei Wiener Wohnen

Wien, 2001-06-29 (fpd) Der stellvertretende Vorsitzende des Wohnbauausschusses, Gemeinderat Josef Wagner (FPÖ), kritisiert die von Wiener Wohnen seit Jahren viel zu hoch vorgeschriebenen Betriebskostenakonti. Die soeben fertiggestellte Betriebskostenabrechnung 2000 weist ein Guthaben für Gemeindemieter von 178 Millionen Schilling aus, welches erst im August an die Mieter zurückbezahlt wird. Bereits im Vorjahr mußte Wiener Wohnen aus der Abrechnung 1999 stolze 250 Millionen an die Mieter zurückzahlen.****

"Während für viele Mieter überhöhte Betriebskosten oft Ursachen für Mietzinsrückstände mit anschließender Delogierung sind, ist das Millionenguthaben der Mieter ein billiges unverzinstes Darlehen von sozial schwachen Mietern für den größten Hausherrn Europas", kritisiert Wagner die schlechte Kalkulation bei den Betriebskosten. Da es auch immer wieder zu Fehlern bei der Berechnung und Vorschreibung von Betriebskosten kommt, rät Wagner allen Mietern die Ende Juni vorzulegenden Jahresabrechnungen genau zu kontrollieren und bei Unklarheiten eine Überprüfung zu verlangen.

Mieter haben inzwischen erkannt, daß der jedes Jahr von SPÖ-Wohnbaustadtrat Faymann verkündete "Geldsegen für die Mieter" nicht das Ergebnis einer sparsamen Verwaltung oder von gesenkten Betriebskosten ist. "Mieter bekommen nur das zurückgezahlt, was sie unfreiwillig und unverzinst zu viel bezahlt haben”, so Wagner abschließend. (Schluss) jen

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