Ungarns Nationalparks

Wien (OTS) - Schon frühzeitig hat man in Ungarn erkannt, daß die Vielfalt der Landschaften, ihre typischen Prägungen und ihre Tier-und Pflanzenwelt ein Teil der eigenen Identität darstellen, die es zu schützen und pflegen gilt. Eine Reihe von Nationalparks und zahlreiche Natur- und Landschaftsschutzgebiete sichern heute den Fortbestand typischer Lebensräume. Zwei der ungarischen Nationalparks, das Karstgebiet von Aggtelek und die berühmte Hortobagy-Puszta zählen auch zum Welterbe der UNESCO.

Der Nationalpark Hortobagy, östlich der Theiß, ist der älteste Ungarns. Er umfaßt neben der gleichnamigen Puszta, dem letzten zusammenhängenden Weideland Mitteleuropas, auch Flußabschnitte der Theiß und die Salzdünen. Die fischreichen Gewässer bilden den Lebensraum von Wildenten und -gänsen, sowie zahlreicher anderer Vogelarten, wie Reiher und Waldstorch. In den weiten Steppenlandschaften haben Urrassen unserer Haustiere, wie Graurinder und Zackelschafe überlebt.

Aggtelek, im Norden Ungarns, wird von grauem Kalkstein in seinen verschiedenen Ausprägungen und einer für diesen Lebensraum besonderen Flora und Fauna, wie Wildkatze, seltene Fledermausarten, Schwarzstorch und Edelmarder sowie der streng geschützten Tornaer Lotwurz geprägt. Die berühmten Höhlen des Kalkmassives, allen voran die Baradla, stehen unter dem Schutz der UNESCO. Im Höhlengestein finden sich prähistorische Tier- und Pflanzenfossilien.

Das 1976 zum Nationalpark erklärte Bükk-Gebirge, das an den Karst von Aggtelek angrenzt, ist von einer zusammenhängenden Waldfläche aus vorwiegend Buchen und Eichen bestanden und eines der letzten Paradiese für Biologen und Naturliebhaber. Kaum erschlossen bildet es Rückzugsgebiet und Lebensraum für eine Vielzahl an seltenen Pflanzen und Tieren, wie zum Beispiel den vielerorts schon ausgestorbenen prächtigen Hirschkäfer.

Die schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften findet man im Nationalpark Kiskunsag, zwischen Donau und Theiß. Flußabsachnitte, dichte Wälder, Pusztagebiete, Sandregionen, Sümpfe und alkalische Seen wechseln einander ab. Im Lakitelek, einem Altarm der Theiß finden sich botanische Kostbarkeiten wie die Weiße Lotosblume oder die echte ungarische Kamille, die Apaj-Puszta ist einer der letzten Lebensräume der Großtrappe, die sonst nur mehr in den Schilfgebieten des südlichen Neusiedlersees brütet. Ein Teil des Nationalparks ist die bekannte Bugac-Puszta mit ihren ausgedehnten Moorlandschaften und von Urwacholder durchwachsenen Wäldern.

Rückfragen & Kontakt:

Ungarisches Tourismusamt.
A-1010 Wien, Opernring 5.
Tel.: 01/585 20 12-13, Fax 01/585 20 12-15.
E.mail: ungarn@ungarn-tourismus.at
Internet: www.hungarytourism.hu,
www.travelport.hu

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HUN/OTS