OeNB: Dir. Mag. Dr. Wolfgang Duchatczek :Bargeldlogistik aus Sicht der Oesterreichischen Nationalbank für den Währungstausch startklar ! ! ! S P E R R F R I S T 1 1 . 4 5 U H R ! ! !

Wien (OTS) - In seinem Einführungsstatement im Rahmen der Euro
2002 Konferenz erläutert das Mitglied des Direktoriums der Oesterreichischen Nationalbank, Mag. Dr. Wolfgang Duchatczek, den Stand der Vorbereitungen für den Bargeldtausch.

Die Herstellung, notenbankinterne Lagerung und Verteilung von 360 Mio. Euro-Banknoten und 1,5 Mrd. Euro-Münzen liegen vollständig im Terminplan. 81 % der für die Ausgabe vorgesehenen Banknoten und 88 % der für die Ausgabe vorgesehenen Münzen wurden nach eingehender Qualitätsprüfung von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) übernommen. Die Banknoten werden bei der Oesterreichischen Banknoten-und Sicherheitsdruck (OeBS), die Münzen bei der Münze Österreich AG erzeugt, beides Tochterfirmen der OeNB.

Direktor Dr. Wolfgang Duchatczek vergleicht den bevorstehenden Währungstausch mit einem Staffetenlauf, bei dem die OeNB in der ersten Phase das Laufholz fest in den eigenen Händen hält. Diese Phase des Laufs, hier ist Duchatczek voll zuversichtlich, wird von der OeNB erfolgreich bis Ende August 2001 absolviert werden. Ab Anfang September 2001 wird die Staffete an die Österreichischen Kreditinstitute weitergereicht. Im Rahmen der Vorverteilung werden rund
10 Mrd.Euro an Banken und Postämter verteilt. Mit geringer Zeitverzögerung wird auch die bargeldintensive Wirtschaft in die Vorverteilung einbezogen und übernimmt ihrerseits ihren Anteil am erfolgreichen Staffellauf. Ab Mitte Dezember 2001 werden Euro-Münzen in begrenzter Menge, bevorzugt in Form von Startpaketen, an die Konsumenten abgegeben. Ab 1. Jänner 2002 stehen 6000 Geldausgabeautomaten für die Ausgabe von Euro-Banknoten bereit und spätestens ab 2. Jänner 2002 auch alle Bankfilialen und Postämter. Damit sind die wesentlichen Etappen der Euro-Verteilung beschrieben.

Wie in jedem erfolgreichen Team muss auch jedes Teammitglied seinen persönlichen Beitrag zum Gelingen beitragen. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg des Bargeld-Changeover haben vor allem die Kreditinstitute, betonte Dr. Duchatczek. Die OeNB ist überzeugt, dass die österreichischen Banken die ihnen zugedachte Rolle beim Bargeldtausch professionell und zur Zufriedenheit von Wirtschaft und Konsumenten wahrnehmen werden. Bei der Münzausgabe und bei der Ausgabe kleiner Banknoten nehmen Handel, Tourismus und Verkehrswirtschaft eine ebenso bedeutende Funktion ein. Aber auch die privaten Haushalte und Konsumenten tragen durch kooperatives Verhalten wesentlich zu einem erfolgreichen Bargeldtausch bei.

In diesem Zusammenhang wurde auf europäischer Ebene festgelegt, dass alle Wirtschaftsteilnehmer die Kosten der Umstellung selbst tragen müssen, da auch die Vorteile der neuen Währung allen entsprechend zugute kommen. Durch den Wegfall des Wechselkursrisikos ergeben sich stabile Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, erhöhte Preistransparenz erleichtert die Einkäufe für 300 Mio. Konsumenten. Insgesamt führen stabile Rahmenbedingungen zu höherem Wirtschaftswachstum und Wohlstand. In Summe waren die Vorteile einer gemeinsamen Währung für Wirtschaft und Bevölkerung der Euroländer überzeugend genug, um die Herausforderung eines derartigen Projektes anzunehmen.

Weiter schult die OeNB alle professionellen Bargeldnutzer in Handel und Banken sowie Vertreter der Sicherheitsbehörden.

Zur Information der breiten sowie der interessierten Öffentlichkeit wurde von der OeNB ein vielfältiges Angebot an Informationsmedien bereitgestellt. Im besonderen wird auf der Homepage der OeNB (www.oenb.at) alles Wissenwerte zum Thema Euro und Eurotausch angeboten. Ab September 2001 setzt die breite Information der EZB und auch die innerösterr. Kampagne der OeNB ein. Im Rahmen dieser Kampagnen werden auch die Sicherheitsmerkmale der neuen Banknoten und Münzen ausführlich vorgestellt.

Während die Planung der Euro Vorverteilung bereits in der Endphase liegt, rückt nun der Schilling Rücklauf in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Die OeNB Schätzungen des Schilling-Rücklaufs zeigen, dass ohne gezielte Gegenmaßnahmen eine extrem hohe Mengenkonzentration Ende Dezember 2001 und Anfang Jänner 2002 auftritt, führte Duchtczek weiter aus. Durch gemeinsame Aktionen von OeNB und Kreditinstituten soll eine vorzeitige Rückholung von Münzhortungen initiiert werden. Ab 1. September 2001 soll eine flächendeckende Aktion in Österreich umgesetzt werden.

Abschließend präsentiert Direktor Mag. Dr. Duchatczek noch einige Tipps für den Währungstausch:

  • Trennen Sie sich zum frühest möglichen Zeitpunkt von gehorteten Schilling- und Groschen-Münzen.
  • Zahlen Sie schon im Herbst 2001 Ihre überschüssigen Barbestände auf Ihr Bankkonto oder Sparbuch ein, um lange Wartezeiten Anfang Jänner 2002 zu vermeiden.
  • Steigen Sie bald auf den Euro um, auch wenn dafür 2 Monate vorgesehen sind und vermeiden Sie das aufwendige Hantieren mit zwei Bargeldsorten.
  • Besorgen Sie sich am 15. Dezember 2001 ein Münz-Startpaket und verwenden Sie dieses für Ihren ersten Einkauf im Jänner 2002. Zahlen Sie möglichst betragsgenau.
  • Machen Sie sich mit den Euro-Bargeld eingehend vertraut, informieren Sie sich insbesondere über die Sicherheitsmerkmale.

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