Kroiher: Gegen Änderung der Linie der Wiener ÖVP in Schwulenfrage

JVP-Bezirksobmann sieht Basis gegen neue Linie

Wien, 29. Juni 2001 - "Für mich ist eine Änderung der Haltung in der Frage des Umgangs mit Homosexuellen undenkbar - und ich bin überzeugt, daß das auch der Großteil der Basis der Wiener ÖVP so sieht", meint BezR Markus Kroiher, Obmann der Jungen ÖVP Penzing, heute, Freitag. Der Vorstoß von Landesparteiobmann Görg sei in dessen Funktion als Klubobmann erfolgt, da es nur im Klub eine entsprechende Meinungsbildung gegeben habe.

Die Haltung der Wiener ÖVP wäre in dieser Frage immer eindeutig und klar gewesen. Kroiher: "Die Wiener ÖVP war immer gegen Schwulenehe, ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare und eine Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe. Hier hat es auch mit der gestrigen Aussage Görgs keine Änderung gegeben. Görg selbst hat ja eine Diskussion in der ÖVP Wien zu diesem Thema angekündigt." Und diese Diskussion sei nun auf breiter und öffentlicher Basis auszutragen. "Wenn der ÖVP-Klub seine Meinung öffentlich artikuliert, so haben auch alle anderen Gremien und Funktionäre der ÖVP Wien das Recht, das zu machen."

Für den JVP-Bezirksobmann ist eine Einbindung aller Mitglieder der ÖVP Wien bei dieser Diskussion absolut unverzichtbar. "Wenn es zu einer derartigen 180-Grad-Wende kommt, kann das meiner Meinung nach nur in einer umfassenden Diskussion aller Mitglieder kommen. Das ist keine Frage, die sich ein paar Funktionäre untereinander ausmachen können. Eine Urabstimmung wäre in diesem Fall wohl nicht zuviel verlangt", so Kroiher abschließend.

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BezR Markus Kroiher

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