Stellungnahme von Univ.-Prof. DI DDr. Leopold März, Vorsitzender des ORF-Kuratoriums

Wien, (OTS) - Der Vorsitzende des ORF-Kuratoriums, Univ.-Prof. DI DDr. Leopold März, registriert mit großer Betroffenheit und Befremden den gegenwärtig stattfindenden "Krieg der Worte" im Zusammenhang mit dem ORF-VÖZ-Vertrag und speziell den öffentlich gegenüber dem Generalintendanten und dem Kaufmännischen Direktor des ORF geäußerten Vorwurf strafbaren Verhaltens. Im Umfeld der parlamentarischen Behandlung des neuen Rundfunkgesetzes sollten Sachlichkeit, die Interessen des Unternehmens, seiner MitarbeiterInnen und der HörerInnen und SeherInnen gewahrt bleiben.

Zum Vertrag VÖZ-ORF: über diesen wurde erstmals dem Kuratorium in der Sitzung vom 20. Oktober 1999 und in Folgesitzungen berichtet. Der Prüfungskommission wurde der Vertrag übergeben und seine Einhaltung von dieser geprüft.

Das Aufsichtsgremium ist die Stelle, an der Vorwürfe und Anschuldigungen zur Arbeit der Geschäftsführung sowie Stellungnahmen zur Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen für den ORF zu allererst zur Sprache und zur Klärung gebracht werden sollten. Ich richte den Appell an beide Seiten, von Androhungen von Klagen etc. Abstand zu nehmen und zur Sachdiskussion zurückzukehren. Alle Beteiligten mögen gerade so knapp vor der Beschlussfassung des ORF-Gesetzes auf öffentliche Äußerungen verzichten, die zur Konfliktsteigerung beitragen und letztlich dem Ansehen des ORF als öffentlich-rechtliches Unternehmen und seiner wirtschaftlichen Kraft zutiefst schaden.

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