Bodensee-Schifffahrts-Ordnung novelliert

Erleichterte Zulassung von Sportbooten

Konstanz/Bregenz (VLK) - Die Internationale
Schifffahrtskommission für den Bodensee (ISKB) hat anlässlich ihrer jüngsten Sitzung in Konstanz unter Schweizer Vorsitz
eine Novelle der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO)
beschlossen. Es ist vorgesehen, diese mit 1. Jänner 2002 in
Kraft zu setzen. ****

Ausgangspunkt der Novelle war die Umsetzung der "Sportboote-Richtlinie" der EU, die Erleichterungen bei der Zulassung von Sportbooten mit CE-Kennzeichnung bringen wird.
Die Bodensee-Schifffahrtsordnung legt auch Abgasgrenzwerte
für Schiffsmotoren fest. Landesrat Manfred Rein hofft, dass
es gelingt, europaweit ebenso strenge Grenzwerte zu
verankern, wie sie am Bodensee gelten. "Wir sind hier
europaweit Vorreiter. Die Wasserqualität gerade in Seen, die
auch Trinkwasserzwecken dienen, muss geschützt werden", so
Rein. Rein fordert das Europaparlament auf, sich Anfang Juli
bei der Abstimmung über die Änderung der Sportboote-
Richtlinie für strengere Grenzwerte auszusprechen.

Die Novelle wurde auch zum Anlass genommen,
Alkoholgrenzwerte, und zwar bis 0,8 Promille allgemein und
0,1 Promille für die Führer von Fahrgastschiffen und Güterschiffen einzuführen.

Schließlich ist auf Grund einer Änderung und
Neuorganisation des Sturmwarndienstes Bodensee eine
Neuregelung der bisher lediglich in der Anlage zur BSO
dargestellten Sturmwarnzeichen in Aussicht genommen. Künftig
wird zwischen Starkwind- und Sturmwarnung unterschieden.
Zusätzlich zu den neuen Zeichen erfolgt eine
korrespondierende inhaltliche Regelung, die die Schiffsführer
auf die bei Starkwind- und Sturmwarnung zu treffenden Vorsichtsmaßnahmen hinweist. Zu betonen ist in diesem
Zusammenhang, dass damit keine neuen Vorschriften normiert
werden, sondern lediglich auf diejenigen Vorschriften der BSO explizit hingewiesen wird, die der Schiffsführer im Rahmen
der allgemeinen Sorgfaltspflicht und seiner
Eigenverantwortung schon jetzt bei Sturmwarnung zu beachten
hat.
(so/ug,nvl)

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