Wirtschaftsgespräche mit Spanien

Wien (BMWA-OTS) - Am 28. Juni 2001 finden in Wien bilaterale Wirtschaftsgespräche auf Sektionsleiterebene zwischen Spanien und Österreich statt. Die spanische Delegation steht unter der Leitung von Generaldirektor Utrera-Mora vom spanischen "Ministerio de Economia e Hacienda", die österreichische Delegation wird von Sektionschef Mag. Josef Mayer, Leiter der Sektion Außenwirtschaftspolitik und Europäische Integration im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, geleitet. Zur Diskussion stehen vor allem die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Spanien und Österreich, aktuelle EU-Themen (Osterweiterung, Wirtschafts- und Währungsunion) und multilaterale Fragen (WTO).****

Seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union entwickeln sich die bilateralen Handelsbeziehungen mit Spanien überaus günstig. Die Zahl der österreichischen Unternehmen, die regelmäßig nach Spanien liefern, werden von der Außenhandelsstelle Madrid auf rund 2.500 geschätzt.

Insgesamt stiegen die österreichischen Lieferungen nach Spanien im Jahr 2000 um 6 % auf einen Wert von 25,5 Milliarden Schilling (1,85 Milliarden Euro). Der Wert der österreichischen Importe aus Spanien betrug 14,4 Milliarden Schilling (1,05 Milliarden Euro/+9% gegenüber 1999). Maßgebend für diese positive Entwicklung war vor allem die gute Konjunktur, die vor allem den Absatz von PKW aus Graz sowie von Konsumgütern - hier u.a. Nahrungsmittel, Bekleidung und Möbel -unterstützt hat. Die wichtigsten Importgüter sind PKW, chemische Produkte, Motoren und Generatoren, Maschinen und elektrisches Material, Obst und Gemüse. Die Aussichten für 2001 sind auch bei einem abgeschwächten Konjunkturverlauf für das österreichische Angebot an die spanische Industrie weiterhin günstig, da Spanien ein robustes Exportwachstum prognostiziert wird.

Bezüglich der EU-Themen werden vor allem wirtschaftliche und handelspolitische Aspekte der Osterweiterung erörtert werden, wobei auch die österreichische Position zum Thema Freizügigkeit der Arbeitskräfte angesprochen werden wird. In Zusammenhang mit den multilateralen Fragen liegt der Diskussionsschwerpunkt auf der neuen WTO-Runde. Dieses Thema ist sowohl für Spanien als auch für Österreich von großer Bedeutung ist. Beide Länder treten für eine neue Welthandelsrunde ein, die umfassend sein soll und bei der vor allem auch verstärkt die Interessen der Entwicklungsländer berücksichtigt werden.

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