Der Fraktionsvorstand der FSG der Arbeiterkammer NÖ befürchtet drastische Auswirkungen der Sparmaßnahmen in der Bauwirtschaft

Mehr als 13.000 Bauarbeiter derzeit arbeitslos

Wien (FSG) - Bei der Vorstandssitzung des Fraktionsvorstandes FSG
in der Arbeiterkammer NÖ wurde einmal mehr auf die prekäre Situation der Bauarbeiter hingewiesen. Die Chancen, dass sich die Lage für die Arbeitslosen in der Baubranche bessert, sind gering. Die fehlende Bereitschaft der Regierung, endlich das Schwarzarbeitergesetz in Angriff zu nehmen, atypische Beschäftigungsverhältnisse und die Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand führen dazu, dass mehr als 13.000 Bauarbeiter derzeit ohne Job dastehen. "Es wird zwar ständig nach Facharbeiterzuzug aus dem Ausland gerufen, aber auf inländisches Potential wird keine Rücksicht genommen. Es ist schon klar, worauf alle diese Maßnahmen abzielen - auf eine weitere drastische Senkung des Lohnniveaus", befürchtet der NÖ-Landesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz Josef Marosits.++++

"Besonders verhängnisvoll ist auch die Erhöhung der Anwartschaftszeiten in der Arbeitslosenversicherung. Diese wurde von 26 auf 28 Wochen erhöht. Wenn jetzt ein Bauarbeiter Ende Juni noch ohne Arbeit dasteht, wie soll er dann die erforderliche Zeit für das Arbeitslosengeld zur Überbrückung des Winters zusammenbekommen?", fragt sich der Sekretär der NÖ-Bau-Holz, Josef Wödl. "Diese Regierung ist auf dem besten Wege, Österreich kaputt zu sparen. Längst fällige Straßen- und Verkehrsprojekte werden einfach nicht ausgeführt. Es ist auch längst klar, dass es das Nulldefizit nicht geben wird und trotzdem verscherbelt man Österreich Stück für Stück weiterhin um Schleuderpreise und setzt nebenbei auch noch die Sicherheit der Menschen aufs Spiel", kritisiert Wödl weiters.

"Wir appellieren einmal mehr an Bundeskanzler Schüssel diesem Treiben endlich Einhalt zu gebieten, denn es geht hier um Tausende Menschenschicksale. Es wurde bereits genug Schaden angerichtet. Wir brauchen keine milliardenschweren Abfangjäger! Wir brauchen endlich wieder einen Kanzler, der für Österreichs Bürger arbeitet", so Marosits abschließend.

(Schluss)

FSG, 28. Juni 2001
Nr. 077

Rückfragen & Kontakt:

Susanne Karner
Telefon: 01 / 585 69 53

FSG-NÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGS/NGS