ICC-Austria wählt Richard Schenz zum neuen Präsidenten

Internationales Lobbying für die Anliegen der österreichischen Wirtschaft

Wien (PWK486) Heute, Donnerstag, wählte ICC-Austria, die österreichische Teilorganisation der weltweit tätigen International Chamber of Commerce, den Generaldirektor der OMV, Dr. Richard Schenz, zu ihrem neuen Präsidenten. Zu Vizepräsidenten wurden DDr. Torggler, Rechtsanwalt und international bekannter Schiedsrichter, Aufsichtsrat der ÖIAG; sowie KR Helmut Klomfar Eigentümer der H. Klomfar GmbH, Obmann der AUVA und Kurator des Hernstein Institutes, gewählt.

Die Wahl kommt zu einem für die Weltwirtschaft kritischen Zeitpunkt. Seattle, Genf, Davos, Marseille und zuletzt vor zwei Wochen Göteborg haben gezeigt, dass die Unsicherheit über die Auswirkungen der Globalisierung wächst. Die Menschen erkennen, dass sie viele Dinge nicht mehr einfach nachvollziehen können, dass ihnen die nötigen Kenntnisse und Informationen fehlen. Unternehmen als Auslöser und Motoren des Globalisierungsprozesses geraten damit ins Kreuzfeuer der Kritik. Der "Global Compact", initiert von UN-Generalsekretärs Kofi Annan beim Weltwirtschaftsforum in Davos 1999, rief Wirtschaft und Regierungen zu einer verstärkten positiven Zusammenarbeit auf. Die ICC und die in ihr zusammengeschlossenen weltweit tätigen Unternehmungen haben darauf unmittelbar und positiv reagiert. Es ist Aufgabe der Wirtschaft, sich diesen Herausforderungen zu stellen, aber auch die Grenzen des Machbaren zu verdeutlichen. Es kann nicht primäre Aufgabe von Unternehmen sein, soziale Probleme in Entwicklungsländern zu lösen. Aber Unternehmen können in ihrem Umfeld Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte und Umwelt hochhalten und fördern - die drei Säulen des "Global Compact", heißt es in einer Aussendung von ICC Austria.

In vielen Fällen erweist es sich auch, dass Mitarbeiter, die fair behandelt und im Verhältnis gut bezahlt werden, produktiver, leistungsfähiger und kreativer sind. Auch eine saubere und nicht gefährliche Arbeitsumgebung wird von Mitarbeitern honoriert. Das heißt, dass sich die Einhaltung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten, Umweltstandards etc. in vielen Fällen "rechnet" und so zum Nutzen der Entwicklungsländer und der agierenden Unternehmen ist.

Die ICC hat das Ziel, diese Anstrengungen der Unternehmen zu unterstützen und zu kommunizieren und so Firmen zu helfen, "good corporate citizen" zu sein. Dazu wollen ICC Austria und ihre Vertreter mit ihrer Erfahrungen auch in den kommenden Jahren verstärkt beitragen.

Die ICC unterstützt weltweiten freien Handel und den Abbau von Protektionismen. Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass es denjenigen Entwicklungsländern, die ihre Zölle und sonstigen Barrieren abgebaut haben, gelungen ist, die Kaufkraft ihrer Bevölkerung beträchtlich zu erhöhen.

Die ICC wurde 1919 als "World Business Organisation" gegründet und bildet bis heute den einzigen weltumfassenden Unternehmensverband mit Mitgliedern aus mehr als 130 Ländern. In der ICC sind über 1500 Wirtschaftsorganisationen und mehr als 5000 Großunternehmen der internationalen Wirtschaft organisiert. (hp)

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