GPA mit neuen organisatorischen Strukturen im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Nahrung und Genuss

Konstituierung des Wirtschaftsbereichs-Bundesausschuss Land- und Forstwirtschaft, Nahrung und Genuss

Wien (GPA/ÖGB). Entsprechend der umfassenden organisatorischen Reform der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) wurde gestern, Mittwoch, der Bundesausschuss des Wirtschaftsbereiches Land- und Forstwirtschaft, Nahrung, Genuss konstituiert. Im neuen Wirtschaftsbereich werden künftig 28 Kollektivverträge für rund 39.000 Angestellte verhandelt. Erich Neumärker (Firma Manner), der zum Vorsitzenden des Bundesausschusses gewählt wurde, sieht durch die neue Struktur Kontinuität für die bisherige erfolgreiche KV-Arbeit garantiert und vor allem im Bereich kleinerer Branchen wichtige neue Handlungsspielräume eröffnet.++++

Der neue Wirtschaftsbereich löst die bisher bestehende Sektion Land- und Forstwirtschaft sowie den Bundesfachgruppenverband Nahrungs- und Genussmittelindustrie und die Fachgruppen des Nahrungsmittelgewerbes in der GPA ab. Die gemeinsame Basis sind das Zusammenwirken zwischen Urproduktion, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln und damit die Versorgung der Konsumenten mit gesunden, qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Weiters kommt der Landschaftspflege und der Holzwirtschaft gerade in einem Land mit ausgeprägtem Tourismus eine hohe Bedeutung zu. Die Beschäftigten dieses Wirtschaftsbereiches leisten daher einen wesentlichen Beitrag für die österreichische Volkswirtschaft.

Das Nettoproduktionsvolumen beträgt für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung rund 112 Mrd. Schilling, für die Land- und Forstwirtschaft 37 Mrd. Schilling. Zusammen entfällt auf die beiden Branchen ein Anteil von 5,2 % am BIP. Nicht enthalten sind dabei die Lagerhausgenossenschaften.

Im Zentrum der künftigen KV-Arbeit des neuen Wirtschaftsbereiches stehen die Themen Einkommenssicherung (Abgeltung der Inflationsrate und Anteil an der Produktivitätssteigerung), Entwicklung arbeitnehmerorientierter Entlohnungssysteme, die Gestaltung fairer Arbeitszeitregelungen, die den Bedürfnissen der Arbeitnehmer angepasst sind, sowie die Weiterentwicklung sozialpolitischer Regelungen wie z.B.: Altersteilzeit, Aus- und Weiterbildung etc.

Darüber hinaus werden Projekte zu den Themen Euro-Umstellung, Marktmacht der Handelsketten, EU-Erweiterung und Waldzertifizierung initiiert, in denen offensive arbeitnehmerInnenorientierte Strategien und Lösungen entwickelt werden sollen.

ÖGB, 28. Juni 2001
Nr. 537

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Mag. Isabel Koberwein

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