Metaller-FCG-Resolution an ÖAAB-Fasslabend

Haupt-Vorschlag ist mit christlich-sozialen Werten unvereinbar

Wien (Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der Gewerkschaft Metall - Textil/ÖGB) "Wir appellieren an alle Abgeordneten der ÖVP, insbesondere die des ÖAAB, den Bruch mit den Grundsätzen erfolgreicher Sozialpolitik nicht zu begehen", heißt es in einem Brief an ÖAAB-Bundesobmann Werner Fasslabend, den der Vorstand der Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der Gewerkschaft Metall -Textil bei seiner Arbeitstagung am 19. Juni 2001 formuliert hat. Die Mitglieder des Vorstandes sind allesamt Mitglieder des ÖAAB und dort teilweise in führenden Gremien vertreten.++++

ÖAAB-Bundesobmann Fasslabend, die Landesobmänner des ÖAAB und Abgeordnete des Nationalrates, die Funktionäre des ÖAAB sind, werden außerdem aufgefordert, ihre Funktionen in den jeweiligen Gremien, vor allem als Abgeordnete im Parlament, "endlich wieder als Arbeitnehmervertreter zu sehen und insbesonders bei der Abstimmung über die Reform der Sozialversicherung diesbezüglich zu handeln. Für uns steht fest, dass der Gesetzesvorschlag von Haupt mit christlich-sozialen Werten unvereinbar ist."

Die Resolution im Wortlaut:

Nachdem bei den letzten Regierungsverhandlungen und bei den Verhandlungen zu den (einseitigen) Sparpaketen die Interessen der Arbeitnehmer vom ÖAAB nicht vertreten wurden und seitens der Führungsspitze des ÖAAB zu aktuellen, die Arbeitnehmer betreffenden Problemen, nur sehr wenige bzw. keinerlei oder sich teilweise widersprechende Aussagen getätigt wurden, fordern wir, die Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der GMT den ÖAAB nunmehr eindringlichst auf, sich wieder seiner ureigensten Aufgaben zu besinnen und die Vertretung der Interessen der Arbeitnehmer wahrzunehmen.

Sollte in den nächsten Monaten dieses nicht erfolgen, werden wir jegliche Unterstützung an den ÖAAB einstellen und es auch nicht scheuen, vor dem nächsten Bundestag eine Personaldebatte zu entfachen, in der wir die Position des derzeitigen Bundesobmannes und des Generalsekretärs in Frage stellen werden.

Der Fraktionsvorstand der FCG-GMT

ÖGB, 28. Juni 2001
Nr. 536

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Anton Halusa,
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FCG in der Gewerkschaft Metall - Textil,

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