Hofmann am WKÖ-Kammertag: KMU´s bei Osterweiterung durch für Beitrittskandidaten verpflichtende Standards schützen

Grundsatzprogramm der WKÖ nur für eine Periode gültig - Laufende Anpassung an Rahmenbedingungen notwendig

Wien, 28-06-01 (OTS) Auf die Interessen der Österreichischen Wirtschaft, insbesondere der klein- und mittelständischen Unternehmen, müsse bei der EU-Osterweiterung Bedacht genommen werden. Das forderte heute der Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW), NAbg. Max Hofmann, am Kammertag der Wirtschaftskammer Österreich in Wien. Um so mehr sei es notwendig gewesen, diesen Punkt im heute am Kammertag beschlossenen Grundsatzprogramm der Wirtschaftskammer Österreich klar zu verankern.****

"Der Strich unter Exportzahlen, eine zu erwartende positive Entwicklung der österreichischen Handelsbilanz mit neuen Mitgliedsstaaten in einer erweiterten Union, darf nicht über die Probleme der KMU´s hinwegtäuschen. Sie brauchen anders als große Unternehmen und Konzerne mit internationaler Geschäftstätigkeit Übergangsfristen, um wirtschaftlich bestehen zu können", appellierte Hofmann.

Diese Übergangsfristen sollten, so Hofmann, nicht als starre Fristen von beispielsweise sieben Jahren, definiert werden. Es seien vielmehr Standards, die es für die Beitrittskandidaten zu erreichen gelte, um Wettbewerbsnachteile für heimische Betriebe hintan zu halten.
Hofmann wies dabei erneut auf die Bedeutung der Klein- und Mittelbetriebe als Motor der Gesamtwirtschaft hin, welcher rund 90 Prozent der Arbeitsplätze bereitstelle und in überwiegendem Maße durch Steuerleistungen die für ein funktionierenden Gemeinwesen erforderlichen Mittel aufbringe. "Gemeinsam mit tüchtigen und leistungswilligen Mitarbeitern sichern die Klein- und Mittelbetriebe den Wohlstand in unserem Land."

Das im Grundsatzprogramm der Wirtschaftskammer Österreich festgehaltene "Bekenntnis zur Internationalität" beziehe sich allerdings nicht nur wirtschaftliche und sozialrechtliche Standards, die auch von den Beitrittskandidaten erfüllt werden müßten. Hofmann forderte daher klare Aussagen der Wirtschaftskammer Österreich zum Betrieb eines Kernkraftwerkes wie Temelin sowie den menschenrechtsverletzenden Benesch-Dekreten Tschechiens und den Avnoy-Bestimmungen Sloweniens.

Abschließend stellte Hofmann klar, daß das heute gemeinsam beschlossene Grundsatzpapier lediglich für die laufende WKÖ-Funktionsperiode Gültigkeit habe. "In Zeiten ständiger Veränderungen, wie beispielsweise Globalisierung und New Economy, ist es notwendig, die Grundsätze und Leitlinien sowie das Erscheinungsbild der Kammer zu adaptieren und den jeweils gegebenen Rahmenbedingungen anzupassen", schloß Hofmann.

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