WB-GS Kopf: Versicherungspflicht für Unfälle in der Freizeit

Wien (OTS) - "Die Betriebe sollen nicht länger für Krankenstände, die aus Freizeitunfällen resultieren, zahlen müssen. Die fairste Lösung wäre eine verpflichtende Versicherung für Unfälle außerhalb des Betriebes durch den Arbeitnehmer", fordert Wirtschaftsbund Generalsekretär Karlheinz Kopf. Der Kammertag der Wirtschaftskammer Österreich hat einen entsprechenden Antrag des Wirtschaftsbundes heute mit überwältigender Mehrheit angenommen. ****

In den letzten Jahren hat die Anzahl der Heim-, Freizeit- und Sportunfallpatienten deutlich zugenommen. Von den knapp 40 Millionen Gesamtkrankenstandstagen entfallen rund 3,2 Millionen Krankenstandstage auf Privatunfälle, rund 1,3 Millionen Tage sind die Österreicher wegen Privatunfällen im Spital. Da im EFZG und auch im Angestelltengesetz nicht ausdrücklich zwischen Unfällen im Betrieb des Arbeitgebers und außerhalb des Betriebes unterschieden wird, wird der Unternehmer über Gebühr zur Kasse gebeten.

Die Fortzahlung des Entgelts bei einem Freizeitunfall belastet die Arbeitgeber mit rund drei Milliarden Schilling pro Jahr und die AUVA mit über zwei Milliarden Schilling pro Jahr. Kopf abschließend: "Die Bundesregierung ist gut beraten, dem Beschluss des Kammertages zu folgen und dieses Missverhältnis zu Lasten der Arbeitgeber abzustellen." (Schluss)

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