FWV: Der Schwarzarbeit den Kampf ansagen

Fairere Wettbewerbsbedingungen unterstützen legale Unternehmen

Wien (OTS) - Der Präsident des Freien Wirtschaftsverbandes Wien, Fritz Strobl, nahm heute zum Thema Schwarzarbeit aus Sicht der Arbeitgeber Stellung. Tatsache sei, dass Pfusch, Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung immer mehr korrekt agierende UnternehmerInnen in Schwierigkeiten brächten, viele seien in ihrer Existenz bedroht.

"Manche sehen nur noch die Alternative, ebenfalls in eine illegale Grauzone abzutauchen. Eine Verbesserung der Kontrolle ist notwendiger denn je - und eine Änderung der Anmeldeverpflichtung von Arbeitnehmern bei der Sozialversicherung, die auch dem Arbeitgeber mehr Rechtssicherheit brächte. Solange eine Anmeldung bei der Sozialversicherung erst einige Tage nach Arbeitsantritt zwingend wird, ist jede Kontrolle ad absurdum geführt.", führte Strobl aus. Diese Überprüfungen seien effizienter und besser koordiniert zu gestalten und auch abends und an Feiertagen vorzunehmen.

Eine konsequente Überprüfung durch die Aufsichtsorgane sei natürlich unabdinglich. Eine wirksame Bekämpfung des Pfuscherunwesens, der Schwarzarbeit und von illegalen Beschäftigungen müsse jedoch über Kontrollen hinaus gehen. "Ziel ist es, das Problem an der Wurzel zu bekämpfen und die Belastungen für die gesetzestreuen UnternehmerInnen zu reduzieren. So lange die Lohnnebenkosten so hoch sind und daher hohe Arbeitskosten nach sich ziehen, ist die Versuchung für Konsumenten groß, zu einer illegalen Lösung zu greifen.", meinte Strobl. Weiters sei eine Entlastung im Baugewerbe nach Luxemburger Modell zu überdenken, also die Mehrwertsteuer bei Beauftragung von regulären Unternehmen auch Privatpersonen rückzuerstatten. Die Auszahlung von Mitteln der Wohnbauförderung könnte beispielsweise an den Nachweis der Beauftragung von Professionisten gekoppelt werden. Nicht förderlich sei, dass die Bundesregierung das bereits von der SPÖ vorgeschlagene Schwarzbeschäftigungsgesetz verhindere und verschleppe. Umso erstaunlicher sei es, wenn FPÖ-Vertreter Versäumnisse nun der SPÖ anlasten wollten, so Strobl abschließend.

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