LH Haider: Klares Ja zu optimaler Qualität in Kärntens Krankenhäuser

Gegen Verschleuderung von Ressourcen, für Abstimmung und Vernetzung der Kärntner Spitäler - Prof. Köck präsentierte Vorstellungen zum Strukturplan - Flächendeckende Versorgung auch durch Standortgarantie sichergestellt

Klagenfurt (OTS) - Im stationären Gesundheitsbereich ist es das Ziel und die Verantwortung, eine flächendeckende Versorgung, optimale Qualität und dies so kostengünstig als möglich sicherzustellen. Das betonte heute Landeshauptmann Jörg Haider bei der Präsentation des Projektes "Strukturplanung der Kärntner Spitäler" in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Autor der Studie Univ. Prof. Dr. Christian Köck, Landesfinanzreferent und KABEG-Aufsichtsratsvorsitzenden LHStv. Karl Pfeifenberger sowie KABEG-Vorstand Dr. Franz Sonnberger. Nirgendwo ist die Krankenhausbettendichte so hoch wie in Kärnten, stellte Köck fest.

Kärntens Krankenhauspolitik soll künftig auf der Grundlage von Fakten und umfassend erhobener Daten erfolgen. Mit dieser erstmaligen Strukturplanung unter Einbeziehung aller beteiligten Spitäler und dem Ziel der Vernetzung und Abstimmung ihrer Leistungen sei Kärnten das "Pionierbundesland" , sagte Haider. Die Ressourcenverschleuderung müsse beendet werden. Der beschlossene strukturierte milliardenschwere Ausbau des LKH Klagenfurt sei auch das größte Vorhaben in Kärnten und eine gemeinsame Verpflichtung des Landes. Die Standortgarantie aller Kärntner Spitäler ist erstmals fixiert. Es gebe eine hohe Bereitschaft bei allen Beteiligten, ein vernünftiges Konzept zu bekommen, ist Haider hinsichtlich seiner politischen Umsetzung auch voll Optimismus.

Denn für die Regionalspitäler könnten sich im Zuge notwendiger Neupositionierungen völlig neue Chancen auftun.

Wie Köck ausführte, ziele seine "Studie zur Entwicklung eines stationären Leistungs- und Strukturplanes für Kärnten" auf fakten-und wissensbasierte Empfehlungen, die als Grundlage für politische Entscheidungen dienen sollen. Leistungsoptimierung dort, wo es möglich ist, und Kostensenkung bei optimaler Versorgungssicherheit-und qualität seien umzusetzen.

Im Rahmen der Datenerhebung, die auf den offiziellen Leistungsdaten gegenüber dem Sozialministerium beruht, werden Angemessenheitsrechnungen angestellt und Vergleichswerte herangezogen. Die Verweildauer wird ebenso unter die Lupe genommen wie die Kosteneffizienz, um daraus eine objektive Über-bzw. Unterversorgung feststellen zu können.

Sonnberger informierte über die hohen Bereitschaftskosten und die falschen Anreize, welche das sogenannte LKF-System (d. h. nach leistungsorientierten Krankenhausfinanzierungspunkten) bewirkt. Die Abgangszuschüsse sind gedeckelt, die Personal- und Sachkosten würden aber weiter steigen.

Pfeifenberger stellte klar, dass die Funktionsplanung für das LKH Klagenfurt klar festgelegt wurde. Es werde dabei die modernste Medizinorganisation Europas realisiert werden. Die Strukturplanung sichere die wirtschaftliche und medizinische Funktion aller Kärntner Krankenhäuser. Ziel müsse es weiters sein, die Bedürfnisse der Patienten und Mitarbeiter optimal zu erfüllen und die logistische und medizinische Kooperation unter den Häusern auszubauen.

Bei Umsetzung der Konzepte sollte neben den 550 Millionen Finanzmitteln jährlich unter Berücksichtigung der KABEG-Reserven kein zusätzlicher Schilling für die Krankenhausstruktur für die nächsten fünfzehn Jahre notwendig werden, meinte Pfeifenberger.

Die Fixkosten für die Landeskrankenhäuser (über 3000 Betten) betragen übrigens 6,5 Milliarden Schilling jährlich, womit Kärnten im Bundeslängervergleich den höchsten Anteil für diese Position im Landesbudget aufwendet.

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