Umweltstadträtin Kossina: Wien ist Musterschüler beim Naturschutz

Weitgreifender Schutz für gefährdete Arten

Wien, (OTS). "Wien ist Musterschüler beim Naturschutz", betonte heute Umweltstadträtin Isabella Kossina zur Novellierung des Wiener Naturschutzgesetzes. Die Verpflichtungen der EU-Naturschutzrichtlinien wurden bereits im Jahr 1998 weitestgehend umgesetzt. Mit der Novelle des Wiener Naturschutzgesetzes wird nur mehr eine Feinabstimmung mit diesen Richtlinien vorgenommen.

Kossina: "In Zukunft wird Naturschutz in Wien noch besser. So gibt es weitgreifende Bestimmungen zum Schutz gefährdeter Arten: "Die Richtlinie sieht beispielsweise vor, dass Nester aller Vogelarten weder zerstört oder beschädigt noch entfernt werden dürfen. Das Sammeln der Eier in der Natur und der Besitz dieser Eier wird in Zukunft für alle Vogelarten verboten sein.

Die Bestimmungen zum Schutz gefährdeter Arten sehen nunmehr eigene Regelungen für Vögel vor: Geschützte Vögel, wie z.B. Amsel, Buchfink, Grünling, Hausrotschwanz, Kohlmeise, werden auf Grund der EU-Richtlinie strenger geschützt.

Weiters ist die Einschränkung der Zuchtmöglichkeiten vorgesehen:
Die Zucht streng geschützter oder geschützter Arten kann in Zukunft nur mehr zu Forschungs- und Lehrzwecken, zum Zwecke der Bestandsverbesserung und Wiederansiedlung oder der künstlichen Vermehrung von Pflanzen bewilligt werden.

Auch Aussetzungsexperimente werden restriktiver gehandhabt:
Nicht heimische Tiere oder Pflanzen dürfen nur mehr dann ausgesetzt oder ausgebracht werden, wenn dadurch keinerlei Beeinträchtigung für die Natur zu befürchten ist.

Das Gesetz sieht auch Neuerungen bei den Europaschutzgebieten -das sind jene Gebiete, die Teil des europäischen ökologischen Netzwerkes "Natura 2000" sein werden - vor: In Europaschutzgebieten hat die Landesregierung besondere Schutzmaßnahmen für Vogelarten zu treffen, wenn dies zur Sicherung ihres Überlebens erforderlich ist.

Weiters sind bei gravierenden Eingriffen in Europaschutzgebieten Ausgleichsmaßnahmen - wie etwa die Schaffung von Ersatzlebensräumen -verpflichtend, damit das europäische Netzwerk "Natura 2000" erhalten bleibt. (Schluss) bfm

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