Eröffnung der "25. Tage der deutschsprachigen Literatur" in Klagenfurt

Wien (OTS) - Gestern, Mittwoch, 27. Juni 2001, wurden im
ORF-Theater Klagenfurt die "25. Tage der deutschsprachigen Literatur" eröffnet, die von der Landeshauptstadt Klagenfurt, dem ORF-Landesstudio Kärnten und 3sat, dem Satellitenprogramm von ZDF, ORF, SF DRS und ARD, mit Unterstützung der Telekom Austria veranstaltet werden. An der Eröffnungsveranstaltung nahmen neben Michael Moser, dem Neffen Ingeborg Bachmanns, und dem Jury-Vorsitzenden Robert Schindel, ORF-Generalintendant Gerhard Weis, der Kärntner Landesintendant Gerhard Draxler und Peter Zurek, Leiter Satellitenrundfunk ORF, teil. Die "Klagenfurter Rede zur Literatur" hielt diesmal die deutsche Schriftstellerin Katja Lange-Müller.

ORF-Generalintendant Gerhard Weis unterstrich die Bedeutung der öffentlich- rechtlichen Medien für die Vermittlung kultureller Inhalte: "Mit der Gesellschaft verändern sich auch ihre Medien, und die stillste aller Künste, die Literatur, hätte ihren Platz in der bunten und schnellen Fernsehwelt wohl ganz geräumt, gäbe es nicht öffentlich-rechtliche Medien, die dies als einen Verlust ansehen, der nicht hingenommen werden darf. Es wäre ein Verlust, nicht nur für das Programm, sondern für die Gesellschaft, für die Gemeinschaft der Kulturen, die sich durch die Sprachen und die Künste erst als solche definieren", sagte Weis. "Für den ORF als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen und Mitveranstalter war die Berichterstattung von den Tagen der deutschsprachigen Literatur von Beginn an ein echtes Anliegen. Aber erst seit 1989 und den Live-Übertragungen der Lesungen und Diskussionen im Kulturkanal 3sat", so Weis weiter, "ist das Fernsehen gleichsam zum zweiten Schauplatz der Veranstaltung geworden". Der Generalintendant dankte allen am Zustandekommen der Veranstaltung beteiligten Institutionen und hob dabei insbesondere die Partnerschaft mit der Telekom Austria hervor, ohne deren finanzielle Unterstützung die "Tage der deutschsprachigen Literatur" nicht durchgeführt werden könnten. "Gerade hier zeigt sich die wichtige Funktion von Sponsoring, das im neuen Rundfunkgesetz drastisch reduziert werden soll. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht aber Sponsoring, um seine öffentlich-rechtlichen Kernaufgaben wahrnehmen zu können. Vor allem in den Bereichen Kultur, Sport und Föderalismus ist Sponsoring ein zeitgemäßes und von der Wirtschaft gewünschtes Finanzierungsmodell zur Förderung von Programmen und Events." Mit aller Eindringlichkeit appellierte Weis an den Gesetzgeber, "das Leistungsvolumen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht zu schmälern, sondern alles zu tun, damit wir auf Gebieten wie Kultur, Sport und Bundesländerberichterstattung unseren Auftrag auf bestmögliche Weise erfüllen können und der ORF seiner Rolle als Kulturveranstalter und Kulturexporteur nach Europa ungehindert nachkommen kann".

Die Lesungen und Diskussionen um den von der Landeshauptstadt Klagenfurt gestifteten 25. Ingeborg-Bachmann-Preis in der Höhe von 300.000 Schilling (21.801,85 Euro) beginnen am Donnerstag, dem 28. Juni, um 9.00 Uhr und enden am Samstag, dem 30. Juni, um 13.00 Uhr. Am Sonntag, dem 1. Juli, ermittelt die Jury ab 11.00 Uhr die Preisträger. Neben dem "Bachmann"-Preis werden im Rahmen der Veranstaltung folgende Auszeichnungen vergeben: der von Telekom Austria zur Verfügung gestellte Preis der Jury im Wert von 200.000 Schilling (14.534,57 Euro), der von 30 Verlagen gestiftete Ernst-Willner-Preis in der Höhe von 120.000 Schilling (8.720,74 Euro) und der vom Satellitenfernsehen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ZDF, ORF, SF DRS und ARD gestiftete 3sat-Preis im Wert von 100.000 Schilling (7.267,28 Euro).

3sat überträgt die Lesungen und Diskussionen der 16 Autorinnen und Autoren und der sieben Jurorinnen und Juroren am Donnerstag, dem 28. Juni, und am Freitag, dem 29. Juni, jeweils von 8.55 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 17.00 Uhr. Am Samstag, dem 30. Juni, steht 3sat von 8.55 bis 13.00 Uhr ganz im Zeichen des Ingeborg-Bachmann-Preises. Darüber hinaus bringt 3sat von 28. bis 30. Juni Zusammenfassungen der Veranstaltung im Nachtprogramm. Am Sonntag, dem 1. Juli, überträgt 3sat von 11.00 bis 13.00 Uhr die Verleihung des 25. Ingeborg-Bachmann-Preises. Durch das Programm führen die "Kulturzeit"-Moderatoren Gert Scobel und Ernst A. Grandits.

Im Rahmen einer verlängerten "Zeit im Bild"-Sendung berichtet ORF 2 am Sonntag, dem 1. Juli, um 13.00 Uhr ebenfalls über die Preisverleihung. Darüber hinaus informieren die aktuelle Kultur, Österreich 1, ORF TELETEXT, ORF ON sowie das ORF-Landesstudio Kärnten in seiner Berichterstattung in Radio und Fernsehen ausführlich über die "Tage der deutschsprachigen Literatur".

(Fotos via APA!)

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