Einem: Osteuropäer sollen Differenz zum Inländerlohn einklagen können

Wien (SK) "Nur Arbeitnehmer mit vollen Rechten können sich auch selbst wehren, deshalb sollten die osteuropäischen Arbeitsnehmer nach der Osterweiterung während der Übergangsfristen das Recht haben, die Differenz zu dem Gehalt, das ein Österreicher für die selbe Leistung mehr erhält, auch Jahre später einzuklagen", diesen Vorschlag machte SPÖ-Europasprecher Caspar Einem Mittwoch abends bei einem Diskussionsabend des Vereins für Gesellschafts- & Wirtschaftswissenschaften im BSA zum Thema 'Demokratie und Toleranz'. Er stellte die Frage: "Würde jemand mit vollen Rechten darauf verzichten, mehr zu verdienen?" Wichtig sei es bei diesem Modell aber, dass man auch Jahre nach der Beschäftigung klagen könne, damit man nicht das Risiko eingehe, entlassen zu werden. "Diese Maßnahme würde auch den Inländern nutzen, da sie Lohndumping verhindern könnte", wie Einem weiter ausführte. ****

Einem machte auf bisherige Defizite in der Integrationspolitik aufmerksam: "Im Kabelfernsehen gibt es viele Programme auf Englisch und Französisch, aber keine auf Jugoslawisch und Türkisch, obwohl viele Menschen mit diesen Muttersprachen in Österreich leben. Man müsse sich die Frage stellen, ob man für Migranten eine bevormundende Gesellschaft wolle, "damit diese dann so werden, wie wir das gerne hätten", oder ob sich auch die Ausländer etwas wünschen dürften. Einem machte sich auch für nicht anerkannte Flüchtlinge stark. Diesen solle man eine Aufenthaltserlebnis geben. Bezüglich der Kulturpolitik regte der SPÖ-Europasprecher an, dabei nicht nur die klassische Hochkultur im Auge zu haben: "Eine SPÖ-Kulturpolitik muss Sorge tragen, dass jede Minderheit die Chance bekommt, ihre Kultur auszuleben." (Schluss) re

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