Glawischnig zu Gen-Mais: Bund und Länder ignorieren Skandal

Grüne appellieren an Landeshauptleute: Taten statt Worte

Wien (OTS) Anläßlich der erneuten Ausweitung des Gen-Mais-Skandals übt Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen, massive Kritik an den zuständigen Bundesministern Haupt und Molterer und den Landeshauptleuten. "Es ist unfaßbar, wie Bund und Länder die mittlerweile in mehreren Bundesländern erfolgte Aussaat von illegalem Gen-Mais regelrecht ignorieren. Seit fast zwei Monaten ist den Behörden bekannt, daß sich mehr als 30 Tonnen gentechnisch verunreinigtes Saatgut in Umlauf befindet. Abgesehen von leeren Worthülsen haben die verantwortlichen Politiker keine Maßnahmen gesetzt", kritisiert Glawischnig. Die Umweltsprecherin richtet anläßlich der morgigen Landeshauptleute-Konferenz einen dringenden Appell an die Länder, endlich ihre Verantwortung im Vollzug des Gentechnikgesetzes zu übernehmen und einen umfassenden Aktionsplan zur Vernichtung des ausgepflanzten Gen-Mais umzusetzen. "Es ist unerträglich, daß das Problem seit Wochen zwischen Ministerien und Ländern hin und hergeschoben wird", so Glawischnig.

Pirklhuber: Saatgutfirmen müssen Bauern entschädigen

Nachdem Greenpeace aufgedeckt hatte, daß mindestens zwölf Kärntner Bauern gen-verunreinigtes Saatgut ausgepflanzt haben, besteht mittlerweile auch in der Steiermark und in Oberösterreich der begründete Verdacht auf Anbau von illegalem Gen-Mais. Aus zwei den Grünen vorliegenden Schreiben des Landwirtschaftsministeriums an das Haupt-Ministerium geht hervor, daß sich mehr als 30 Tonnen Gen-Mais-Saatgut in Österreich in Umlauf befinden dürften. Für das Saatgut gibt es EU-weit keine Zulassung, Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt sind völlig ungeklärt. Der grüne Agrarsprecher Wolfgang Pirklhuber verlangt, daß die Saatgutfirmen, die das verunreinigte Saatgut in Umlauf gebracht haben, zur Verantwortung gezogen werden und für den Schaden an den Landwirten aufkommen.

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