"Tiroler Tageszeitung" Kommentar: "Rettung für Ditz" (von Alois Vahrner)

Ausgabe vom 28. 6. 2001

Innsbruck (OTS) - Der Luftkrieg innerhalb der AUA-Gruppe (AUA,
Lauda Air und Tyrolean) ist entschieden. Das heftig umkämpfte Stammhauskonzept, das die Töchter Lauda und Tyrolean enger an die Kandare nimmt, läuft bereits. Von den vier Airline-Chefs, die sich einen monatelangen öffentlichen Schlagabtausch geliefert hatten, hat den Luftkampf keiner überlebt. Niki Lauda und Tyrolean-Boss Fritz Feitl räumten bereits im Vorjahr verärgert das Feld, jetzt muss auch das AUA-Vorstandsduo Bammer/Rehulka gehen.

Mit der millionenschweren Ablöse hat ÖIAG-Chef Johannes Ditz seinen eigenen Kopf gerade noch aus der Schlinge gezogen. Immerhin war der Ex-Wirtschaftsminister heftig in die Kritik geraten. Als Ditz vor Wochen Telekom-Boss Sundt ablösen wollte, bekam er kalte Füße und nahm das Thema von der Tagungsordnung. Hätte Ditz jetzt auch bei der AUA klein beigeben müssen, wäre sein Schicksal besiegelt gewesen. Der Abschuss seines Vorgängers Rudolf Streicher, der an eben diesen Personalproblemen - und auch seinem falschen Parteibuch - scheiterte, war wohl Warnung genug.

Für die kursgeschädigten Anleger von Telekom und AUA wäre zu hoffen, dass die Turbulenzen bald ein Ende haben. Sowohl bei der AUA als auch an der Telekom ist der Staat noch größter Eigentümer, die Mehrheit hat er aber längst versilbert. Das Auftreten der Staatsholding ÖIAG und die Wortmeldungen so mancher Politiker ließen zuletzt anderes vermuten.

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