Ferrero-Waldner zur Lage in Mazedonien

(Wien-OTS) Außenministerin Benita FERRERO-WALDNER appellierte heute an die Politiker beider Seiten, Gespräche in einem Geist der Offenheit und Kompromissbereitschaft zu führen. Die politischen Vertreter beider grosser Volksgruppen müssen eine dauerhafte Friedenslösung finden. Dazu sind nach Ansicht der Außenministerin "signifikante Zugeständnisse beider Seiten erforderlich". "Zugunsten der ethnischen Albaner muss die Verfassung entsprechend gestaltet werden. Die ethnischen Albaner wiederum müssen ein umfassendes Bekenntnis zum mazedonischen Staat ablegen. Die territoriale Integrität Mazedoniens steht dabei ausser Frage", so FERRERO-WALDNER.

Die Internationale Gemeinschaft, allen voran die EU, unter der Führung von Solana bzw seinem neuernannten EU Sondervertreter François Léotard bietet internationale Fazilitation ("bei der Hand nehmen") an. "Die politische Führung beider Seiten vor Ort müssen dieses Unterstützungsangebot annehmen", sagte FERRERO-WALDNER.

Für FERRERO-WALDNER ist Mazedonien ein Land, dass "grundsätzlich die Perspektive hat, Bestandteil des Europäischen Integrationsprozesses zu sein". "Mazedonien muss dieser Berufung gerecht werden. Ein militärisches Vorgehen kann im Europa von heute keine Lösung sein. Das muß auch der mazedonischen Regierung und den Albaner- Rebellen bewußt sein. Eine Lösung kann nur im Dialog beider Seiten gefunden werden. Sie kann, im Europa von heute nicht von Extremisten, egal welchen ethnischen Ursprungs diktiert werden", sagte die Außenministerin.

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