Knafl fordert Ende der Diskriminierung bei der Sozialversicherung

Seniorenbund warnt: AK und ÖGB gegen 2 Millionen Pensionisten ?

Wien (OTS) - Die Pensionisten müssen in der Sozialversicherung endlich als gleichberechtigte Gruppe neben den Arbeitgebern und Arbeitnehmern anerkannt werden, fordert der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes Stefan Knafl.

Im Zuge der bevorstehenden Strukturreform des Hauptverbandes müssen Vertreter der Pensionisten mit beschließender Stimme in der Hauptversammlung und dem Verwaltungsrat verankert werden. Knafl dazu klar und unmissverständlich: "Eine Strukturreform des Haupt-verbandes ohne Beseitigung der bisherigen Ausschaltung der 2 Millionen Pensionisten als Beitragszahler und Leistungsempfänger in der Selbstverwaltung wäre eine eklatante Verletzung des Artikel 13 des Amsterdamer Vertrages und des Bundesseniorengesetzes !"

Der Artikel 13 des Amsterdamer Vertrages verbietet jede Diskriminierung auf Grund des Alters.

Im §24 des Bundesseniorengesetzes wird der Österreichische Seniorenrat in allen Angelegenheiten, in welchen Senioren berührt werden können (!), den Interessensvertretungen der Wirtschaft, der Arbeitnehmer und der Landwirte gleichgestellt und hat daher wie die anderen Sozialpartner voll eingebunden zu werden.

Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich Dr. Christoph Leitl hat seine Unterstützung für eine entsprechende Einbindung bereits schriftlich zugesagt. Nationalratsabgeordneter Donabauer hält als Vorsitzender der Sozialversicherung der Bauern eine Einbindung der Pensionisten und damit die Erfüllung der Forderungen des Österreichischen Seniorenbundes für unbedingt notwendig.

Es ist aber äußerst bedenklich, dass bisher die Vertreter der Arbeiterkammer und des ÖGB (250.000 Pensionisten sind Gewerkschaftsmitglieder und bezahlen jährlich rund 150 Millionen Schilling Mitgliedsbeiträge) in den Verhandlungen mit der Regierung keine Bereitschaft zur Erfüllung der berechtigten Forderungen der Pensionisten gezeigt haben, erklärte Knafl abschließend.

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