Aus für ÖBB Lehrwerkstätte in Attnang-Puchheim?

Politiker zögern wichtige Entscheidungen hinaus

Wien (ÖGJ). "Die Lehrlingsausbildung in den höchsten Tönen zu loben und gleichzeitig wichtige finanzielle Entscheidungen zum Fortbestand von Ausbildungseinrichtungen zu verzögern, kann nicht der richtige Weg einer Politik für die Jugend sein", erklärt Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) anlässlich des Morgen in Linz stattfindenden Lehrlingsgipfels, an dem Vertreter aus Wirtschaft und Politik teilnehmen werden. "Das Weiterbestehen der ÖBB-Lehrwerkstätte in Attnang-Puchheim ist noch immer nicht gesichert. Und das ausschließlich aufgrund der fehlenden politischen Entscheidung von Wirtschaftslandesrat Josef Fill", betont Alexander Bily, Jugendsekretär der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE).++++

Maringer: "Dieses Beispiel zeigt wieder einmal deutlich, dass über den Fachkräftemangel zwar sehr viel gejammert wird, die Politik und die Wirtschaft aber keinen aktiven Beitrag leisten, dieses Problem in den Griff zu bekommen." Dabei sei gerade eine qualitativ hochwertige Ausbildung, wie sie es in Attnang-Puchheim ist, der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft der Jugend. "Die vielen Auszeichnungen, die Lehrlinge aus der ÖBB-Lehrwerkstätte Attnang-Puchheim immer wieder bekommen haben, beweisen das hohe Niveau der Ausbildung", so Bily.

Was Maringer insbesondere sehr zynisch findet: "Gerade im Jahr der Jugend in Oberösterreich, wird der Ausbildung offenbar kein besonders großes Augenmerk geschenkt. Wie ernst kann also der Slogan 'Jung in OÖ - Mach was draus' genommen werden?" Und die Jugendvertreter abschließend: "Wenn diese Lehrwerkstätte in Oberösterreich geschlossen wird, haben die Politiker des Landes die Verantwortung zu tragen." (aw)

ÖGB, 24. Juni 2001
Nr. 512

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