Edlinger: Regierung will Kritiker in ÖIAG los werden

SPÖ-Budgetsprecher bekräftigt Kritik an Ausverkauf der heimischen Wirtschaft

Wien (SK) "Die Regierung zeigt immer deutlicher ihr wahres Gesicht", sagte SPÖ-Budgetsprecher Rudolf Edlinger am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst angesichts von Zeitungsberichten, wonach die Regierungsparteien Betriebsräte aus dem ÖIAG-Aufsichtsrat entfernen wollen. Die Strategie von FPÖ und ÖVP sei offenbar, all jene Leute, die eine kritische Position gegenüber der schlechten Politik der Regierung einnehmen, rauszuschmeißen. Dies gelte im Fall der ÖIAG für Betriebsräte und Vorstände, die mit der Politik der Regierung nicht einverstanden sind, zeige sich aber auch exemplarisch am Fall "Sallmutter". Auch hier wolle Blau-Schwarz jemanden, der wie die ÖIAG-Betriebsräte die Interessen der Arbeitnehmer vertritt und nicht willfährig ist, auf das Schnellste los werden. ****

Edlinger bekräftigte weiters seine Kritik am Ausverkauf der heimischen Wirtschaft ans Ausland, der nun offensichtlich einsetze, wie der Verkauf der Austria Tabak zeige. Damit verliere Österreich ein Paradeunternehmen, an dem der Staat durch jährliche Dividendenzahlungen sehr gut verdient habe. Als größte Gefahr sieht der Budgetsprecher, dass die Austria Tabak "zu einer verlängerten Werkbank" des britischen Unternehmens verkomme. Über Standorte in Österreich und somit über tausende Arbeitsplätze werde nun von Großbritannien aus bestimmt, machte Edlinger klar, und fügte abschließend hinzu : "Gerade Beispiel wie Semperit sollten der Regierung zu denken geben, haben doch auch die Briten eine zeitlich sehr begrenzte Standortgarantie von nur drei Jahren gegeben." (Schluss) ps

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