Keusch: Deutliche Verschlechterung des Fahrplans auf der Ybbstalbahn

Anfrage an NÖ Verkehrsreferent Pröll über Ursachen

St. Pölten, (SPI) - "Wenige Tage nach dem Fahrplanwechsel bei den Österreichischen Bundesbahnen häufen sich die Beschwerden der Fahrgäste über den neuen, aber leider sehr ausgedünnten Fahrplan zwischen Großhollenstein und Lunz am See auf der Ybbstalbahn. Für den Schüler- und Pendlerverkehr ergeben sich damit Erschwernisse, für den touristischen Ausflugsverkehr ein Verlust an Attraktivität", kritisiert der Amstettner SP-LAbg. Eduard Keusch die "Ausdünnungspolitik" beim öffentlichen Verkehr in Niederösterreich.****

So wurde die Zahl der Zugpaare auf der Teilstrecke von Großhollenstein nach Lunz am See praktisch halbiert. Auf dieser für den Ausflugstourismus so wichtigen Strecke verkehren nur mehr 3 Zugspaare, der letzte Zug verlässt Lunz am See wochentags um 15.45 Uhr und Feiertags um 16.45 Uhr abends. Dies macht für Reisende und vor allem Radtouristen in Lunz am See längere Ausflüge in die Umgebung nahezu unmöglich - es bleibt einfach keine Zeit mehr dafür. Im Bereich des Schülerverkehrs besteht das Problem, dass der letzte Zug, der bis Lunz am See durchfährt, Waidhofen/Ybbs um 13.34 Uhr verlässt. Alle Schülerinnen und Schüler, die länger Unterricht haben - also praktisch alle höheren Schulen -, haben damit keine Zugsverbindung mehr.

"Damit wurden zwei wichtige Säulen des Erfolges der Ybbstalbahn ausgehöhlt - eine (völlig falsche) äußerst bedenkliche Verkehrspolitik", kritisiert Keusch. Im Bereich des Güterverkehrs dürfen keine Güter mehr angenommen werden - und das an einer Bahn, wo mittels Ausschreibung ein privater Betreiber gefunden werden soll. "Der Verdacht liegt nahe, dass die Ybbstalbahn durch langsames Aushungern für einen privaten Interessenten möglichst uninteressant gemacht werden soll. Wer die Attraktivität des Fahrplans verschlechtert der darf sich wohl auch nicht wundern, dass weniger Fahrgäste die Bahn benützen. Damit scheint man die Absicht zu verfolgen, den Weg für eine Totalsperre der Schmalspurbahn mit 31.12.2001 zu ebnen", sieht Keusch dunkle Wolken über der Ybbstalbahn. Keusch kündigt in diesem Zusammenhang an, dass sich die Sozialdemokraten mit allen Mitteln dagegen zur Wehr setzen und betreffend Fahrplangestaltung bzw. Güterverkehr auf der Ybbstal eine Anfrage an den NÖ Landesverkehrsreferent LH Dr. Erwin Pröll richten werden. (Schluss) fa

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