23. Juni um 11.00 Uhr: Ankunft von 36 Sherpas aus Nepal in Wien/Schwechat zur Bergrettungs-Ausbildung und zum Lodgemanagement-Training in Österreich zwischen himalaya & alpen

Wien (OTS) - Seit 1996 wurden bereits weit über 100 Nepalis in Österreich ausgebildet. Auch diesen Sommer werden 36 Nepalis drei Monate lang auf verschiedenen österreichischen Berghütten und Hochalmen in Lodgemanagement und Almbewirtschaftung ausgebildet. In zwei Intensivkursen erlernen sie österreichische Bergrettungs- und Erste Hilfemaßnahmen. Gertrude Reinisch (Leiterin der 1.Österreichischen Frauenexpedition auf denen Shisha Pangma, 8046 m) organisiert und leitet dieses Projekt seit 5 Jahren in Zusammenarbeit mit der Alpenvereinssektion Reichenstein und HORIZONT3000.

Zielorientierte Ausbildung ist der Motor der Entwicklung und verbessert die Einkommenssituation der Sherpas besonders in Gebieten, wo bäuerliche Subsistenzwirtschaft vorherrscht. Dieses österreichische Ausbildungs-Projekt wirkt gegen die Landflucht in städtische Ballungszentren; es dient der Armutsbekämpfung, der Erhaltung der sensiblen Lebensräume des Himalaya und dem Ressourcenschutz, denn ökologische Missstände zählen in Nepal zu den gravierendsten Entwicklungshemmnissen. Durch die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und Strategien zur standortgerechten Ertragsoptimierung wird die Zukunft des Lebens auf dem Lande gesichert. Um den Tourismus als Einnahmequelle zu erschließen, muss die ortsübliche Qualität der angebotenen Dienstleistungen, Mahlzeiten und Unterkünfte erheblich verbessert werden. Vor allem die Hygiene entspricht derzeit in Nepal kaum den Bedürfnissen und Ansprüchen der Touristen.

Die 36 Gäste aus Nepal erhalten in den 3 Sommermonaten ein Training-on-the-job, nehmen an Bergführungen und Bergrettungseinsätzen teil, arbeiten in den Hütten des Österreichischen Alpenvereins und erhalten zusätzlich theoretischen Unterricht in Intensivkursen.

Das Projekt wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, der Alpenvereinssektion Reichenstein und dem Land Oberösterreich gefördert und von HORIZONT3000 durchgeführt. Die inhaltliche Projektleitung trägt Gertrude Reinisch.

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