Start der bundesweiten Drogenkampagne in Wels

"Lieber bekifft ficken als besoffen fahren"

Wien (OTS) - Am Donnerstag, den 21. Juni fand in Wels der Start
der bundesweiten Drogenkampagne der Sozialistischen Jugend (SJ) statt. Mit einem Aktionstag machte dabei die Sozialistische Jugend in der Fussgängerzone auf die Doppelmoral in der österreichischen Drogenpolitik aufmerksam.

So meinte der Bundesvorsitzende der SJ, Andreas Kollross, der bei dem Aktionstag anwesend war, dass es gerade in einer Zeit, in der seitens der Bundesregierung die Daumenschraube der Kriminalisierung enger gedreht wird, es notwendiger denn je ist, über die Doppelmoral und die Unsachlichkeit der vorherrschenden Drogenpolitik aufzuklären.

Der Landesvorsitzende der SJ Oberösterreich, Ralf Punkenhofer, merkte an, dass es ihm in Oberösterreich darum gehe, die Drogenpolitik zu versachlichen, und alle politischen Parteien ihre emotionsgeladene Falschpropaganda in diesem Bereich ablegen sollen, nur weil sie damit spekulieren einiges mehr an WählerInnenstimmen zu lukrieren.

Auf der einen Seite, so Punkenhofer weiter, gibt es die Volksdroge Alkohol, bei der allen nur ein Schmunzeln über die Lippen kommt wenn Jugendliche davon zu viel konsumiert haben, auf der anderen Seite steht Cannabis, und die Repression des Staates. Diese Doppelmoral ist ein Skandal für eine zivilisierte Gesellschaft, und es ist vor allem ein Skandal an den Betroffenen. Nicht kriminalisieren, sondern legalisieren ist das Gebot der Stunde.

Kollross und Punkenhofer merkten an, dass jährlich in Österreich 20.000 Menschen an den Folgen des legalen Drogenkonsums von Alkohol und Nikotin sterben. Gleichzeitig sei weltweit kein einziger Fall eines toten Cannabiskonsumten bekannt. Wo bleibt dabei der Aufschrei der Politik? Vielmehr tummeln sich Politikerinnen und Politiker in Bierzelte, um WählerInnenstimmen zu erhaschen.

Täglich, so Kollross abschließend, lachen PolitikerInnen von Fotos oder aus dem Fernsehapparat mit einem Gläschen Alkohol in der Hand, und täglich geben die selben Personen vor, unsere Kinder vor Drogen zu schützen. Es sollten aber vielmehr unsere Kinder vor jenen geschützt werden, die vorgeben dieses zu tun, da die vorherrschende Drogenpolitik genau das Gegenteil von dem bewirkt, was öffentlich vorgegeben wird.

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