Kuntzl: Neues ORF-Gesetz führt zu Gebührenerhöhung

Wien (SK) Als "unverfroren" bezeichnete es SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Freitag im Rahmen des Experten-Hearings zu ORF-Reform und Privat-TV im Parlament, dass sich FPÖ-Klubobmann Westenthaler zum Anwalt für eine Rundfunk-Gebührensenkung mache. Denn durch die Einschränkung von Sonderwerbeformen, wie dies die Regierungsparteien im neuen ORF-Gesetz vorsehen, werde dem ORF nichts anderes übrig bleiben, über Gebührenerhöhungen nachzudenken. Kuntzl forderte die Regierung auf, dass ORF-Gesetz einer Abstimmung bei den Hörern und Sehern zu unterziehen. ****

Durch die vorgesehene Einschränkung von Sonderwerbeformen sei zu erwarten, dass dem ORF wesentliche Werbeeinnahmen entgehen. Dies sei nicht unwesentlich, weil der ORF auf diese Einnahmen angewiesen sei. Als Alternative zu einer Gebührenerhöhung hätte der ORF nur die Möglichkeit, die Programme einzuschränken. Dies würde dazu führen, dass etwa Sendungen wie "Willkommen Österreich", "Taxi Orange" oder die Übertragungen von Spielen der Fußball-Bundesliga oder der Champions-League nicht mehr gesendet werden können, machte Kuntzl abschließend klar. (Schluss) ps

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