BRINEK: NOVELLE ZUM DIENSTRECHT FÜR UNILEHRER ENTSPRICHT EINEM ZEITGEMÄSSEN UNIVERSITÄTSLEBEN

Verstärkte wissenschaftliche Qualifizierung von jungen Akademikerinnen und Akademikern

Wien, 22. Juni 2001 (ÖVP-PK) Mit der Novelle zum Dienstrecht für Universitätslehrer wird der Weg zur Organisation eines zeitgemäßen Universitätslebens eröffnet. Das stellte heute, Freitag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr. Gertrude Brinek im Wissenschaftsausschuss des Nationalrates fest. In keinem europäischen Land außer Tschechien gebe es eine sogenannte durchgängige Assistenten-Karriere, vielmehr gehöre es zu den internationalen Usancen, Professorinnen und Professoren werden zu wollen.****

Das neue Dienstrecht soll auch mit jenem Verständnis unvereinbar sein, gemäß welchem sich ein Professor Assistenten "hält", die ihm zuarbeiten, deren Karriere und Entwicklung aber zu kurz kommen. Brinek weiter: "Der neue Status der wissenschaftlichen Mitarbeiter eröffnet mehr als bisher die wissenschaftliche Qualifizierung von jungen Akademikerinnen und Akademikern. Im Gesetz ist Zeit für wissenschaftliche Ausbildung ausdrücklich festgehalten. Das neue Dienstrecht gibt Sicherheit für 'provisorische Beamte' und eröffnet Chancen für 'Mittelbau-Dozenten', etwa im Weg der Karenzierung, Professoren zu werden", so Brinek.

Hinsichtlich der anfallenden Kosten sei vereinbart, dass für zusätzlichen Aufwand vom Finanzminister zusätzliche Mittel für Umstellung und Implementierung zur Verfügung gestellt werden. Ein Personalpunktepool eröffne zudem der Universität mehr Flexibilität und ermögliche ein fachgerechtes Entscheiden. "Es ist dies das Ende des starren Stellenplans", so Brinek.

Die Weiterentwicklung der Universitäten in Richtung volle Autonomie könne nun zügig voranschreiten. Daher gelte es, sich an internationale Erfahrungen zu orientieren und falsche Entscheidungen zu vermeiden, schloss Brinek.
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