Prets: Die Auseinandersetzung um Chancengleichheit in den Kandidatenländern in Gang bringen

Wien (SK) "Es geht uns darum, anhand von Verwaltungsmechanismen den sozialen Dialog und die Auseinandersetzung um Chancengleichheit in den Kandidatenländern in Gang zu bringen. Die 13 Stellungnahmen des Frauenausschusses zu den Fortschrittsberichten der Kommission bezüglich der Beitrittskandidaten können insbesondere für Rumänien einen Leitfaden bedeuten", erklärte Christa Prets, Rumänien-Berichterstatterin des Ausschusses für die Rechte der Frauen im Europäischen Parlament, Freitag nach der positiven Abstimmung. Nach wie vor gebe es in Rumänien kaum Frauen in wirtschaftlichen Führungspositionen - oder in der Politik, kritisierte Prets. ****

Aber auch im privaten Bereich gebe es immer noch gravierende Schwierigkeiten. "Dreißig Prozent der Frauen leiden in Rumänien unter Gewalthandlungen durch ihre Ehe- oder Lebenspartner. Dieser Prozentsatz muss wachrütteln", so Prets - wenngleich sie einräumte, dass das rumänische Parlament erst kürzlich mit einem Gesetz zu Gewalthandlungen in der Familie reagiert habe. Vergewaltigung in der Familie werde nun "endlich kriminalisiert", betonte Prets.

Als "besonders rückständig" kritisierte Prets das rumänische Strafrecht. "Die Freiheit der sexuellen Orientierung findet hier überhaupt keine Entsprechung", schloss Prets. (Schluss) ps/mm

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