Journalistengewerkschaft macht "Plebiszit Marke Haider" FCG-U-Chef Kress kritisiert "Emotionen, Unwahrheiten, Beflegeln"

Wien (OTS) - Die gestern abgeschlossene Urabstimmung der Journalistengewerkschaft sei "ein typisches Plebiszit Marke Jörg Haider", kritisierte der Vorsitzende der Journalistengewerkschafts-Fraktion FCG& Unabhängige, Michael Kress. "Zuerst werden hemmungslos Emotionen geschürt, garniert mit Halbwahrheiten und Unwahrheiten, dann wird in statutarisch höchst umstrittener Form eine Suggestivfrage versendet, und wenn das erwartete Ergebnis höherenorts nicht sofort umgesetzt wird, geht es in die nächste Runde des Beflegelns und Hetzens." Dies sie aber "sicher nicht jene Art von Interessenvertretung, welche die überwiegende Mehrhit der Journalisten wünscht. Es ist tatsächlich ein Wechsel nötig - aber nicht der Gewerkschaft, sondern dieser Journalisten-Führung", sagte Kress.

Konkret stellt Kress - selbst Journalisten-Landesobmann von NÖ sowie stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft KMSfB - fest, daß in dem Rundschreiben der Journalistengewerkschaft, in dem für ein Ja zum Wechsel zur Gewerkschaft Druck & Papier geworben wurde, die Mitglieder "durch nachweisbare Unwahrheiten und bewußtes Verschweigen wichtiger Fakten manipuliert wurden". So sei Günther Nenning nicht von der KMSfB ausgeschlossen worden - "eine bewußte Geschichtsverfälschung durch Bauer, Vecsei und Co." - sondern durch den ÖGB über Vorschlag des Genossen Heinz Kienzl. Das Mitgliederservice sei hauptsächlich Sache der Sektionen, wenn die Journalistengewerkschaft dies als "unzulänglich" bezeichnet, dann "ist das ebenso ein Eigentor" wie die Kritik sogenannter Finanzskandale: Die beiden jüngsten Vorfälle beträfen nämlich ausschließlich die Sektion Journalisten. Schließlich werde bewußt verschwiegen, daß von einem Übertritt etwa zu Druck & Papier nur die Print-Journalisten betroffen wären, weil die ORF-Journalisten in der KMSfB verbleiben.

Kress: "Was ist das für eine tolle Mediengewerkschaft ohne die elektronischen Medien?" (schluss)

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Michael Kress

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