Kärnten: Entscheidung für Verwaltungszentrum gefallen

LH Haider präsentiert Siegerprojekt

Klagenfurt (OTS) - Die Entscheidung im Architektenwettbewerb
für den Bau des neuen Verwaltungszentrums der Kärntner Landesregierung in der Klagenfurter Mießtalerstraße ist gefallen. Aus insgesamt 59 eingereichten Arbeiten hat sich die Jury im Rahmen eines zweistufigen EU-weiten Wettbewerbes einstimmig für das Projekt von Architekt Poos Isensee aus Hannover entschieden. Das gab heute Landeshauptmann Jörg Haider bekannt. Das Siegerprojekt wird kommenden Montag um 19 Uhr im Napoleonstadel (Kärntens Haus der Architektur) in Klagenfurt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wie LH Haider betonte, besteche das Projekt nach Jurymeinung unter dem Vorsitz von Univ. Prof. Roland Gnaiger vor allem durch seine perfekte städtebauliche Integration. Auch wirtschaftlich liege es im Spitzenfeld der Bewerbungen und zeichne sich durch ein höchst innovatives Energiekonzept aus. Hervorgehoben wird im einstimmigen Juryurteil auch die höchst repräsentative Gestaltung des Eingangsbereiches unter Einbeziehung des Lapidariums, der Sammlung von Steindenkmälern des Landesmuseums in der Mießtalerstraße.

Für Haider ist die Auswahl des Siegerprojektes aus der Sicht der in Kärnten begonnenen umfassenden Verwaltungsreform ein entscheidender Schritt in die geplante Richtung. Das Juryprotokoll meint dazu: Das Projekt ist "Ausdruck einer offenen bügernahen Verwaltung, einer zeitgemäßen Technologie und Baugestaltung. Die seitens des Nutzers in den Wettbewerb gesetzten Erwartungen sind in idealer Weise erfüllt."

Die Entscheidung der Kärntner Landesregierung zum Bau eines neuen Verwaltungszentrums basiert auf einer Studie zum Gebäude- und Vermögensmanagement der Kärntner Landesverwaltung. Diese hatte bemängelt, dass das Immobilienvermögen des Landes zu wenig systematisch bewirtschaftet und organisiert sei. Darüber hinaus sei die Verwaltung, vor allem in Klagenfurt, auf so viele Standorte verteilt, dass sich daraus erhebliche organisatorische und wirtschaftliche Nachteile ergeben würden. Mit dem Verwaltungs- und Technikzentrum sollen nunmehr die derzeit 27 Verwaltungsstandorte in Klagenfurt auf zwei Hauptstandorte konzentriert werden, was dem Land jährlich alleine zehn Millionen Schilling an Mietaufwendungen sparen werde, so Haider.

Neben einer Optimierung der räumlichen Strukturen hat Haider auch ein Großprojekt zur organisatorischen Reform der Landesverwaltung in Gang gesetzt. Angelehnt an das New Public Management wurde ein Konzept für Kärnten mit dem Titel "WirkungsOrientierte LandesVerwaltung - WOLV Kärnten" entwickelt. Dieses beinhaltet ein integriertes Konzernrechnungswesen, Controlling, Reorganisation der Verwaltungseinheiten, dezentrale Budgetverantwortungen sowie das "e-government" und damit verbunden eine stärkere Servicerientierung.

Wie Haider dazu betonte, soll die Verwaltungsreform in Kärnten gemeinsam mit dem Bauprojekt weitestgehend bis 2005 umgesetzt werden. Ziel sei neben einem schlanken Staat eine Effizienzsteigerung der öffentlichen Verwaltung hin zu einem bürger- und serviceorientieren Unternehmen mit beschleunigten Verfahrensabläufen im Sinne einer Optimierung des Wirtschaftsstandortes Kärnten. (Schluss)

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