Russland-Staatsbesuch vom 22.-24. Juni - Handel boomt

Bartenstein eröffnet Wirtschaftsforen und Bankfiliale

Wien (BMWA/OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein wird im Rahmen des Staatsbesuches des Herrn Bundespräsidenten Wirtschaftsforen, die sowohl in Moskau als auch in Sankt Petersburg stattfinden, eröffnen. In Sankt Petersburg wird er auch eine Filiale der Raiffeisen Zentralbank , die zweite nach der seit 1997 in Moskau existierenden eröffnen.***

Sankt Petersburg gewinnt im Rahmen der "Nördlichen Dimension" der EU immer mehr an Bedeutung. Die Stadt demonstriert ihre Verbundenheit mit Österreich seit einigen Jahren durch einen "Avstrijskaja Ploschad", dem "Österreich Platz" im Zentrum, nahe der Peter-und-Pauls-Festung. In Sankt Petersburg gibt es bereits wichtige Repräsentanzen wie VA-Tech, Elin EBG und STRABAG. Kleine und mittlere Produktionsbetriebe österreichischer Firmen im Bereich Holz und Holzverarbeitung sowie Fischverarbeitung sind bereits einige Jahre am Platz. Das Spitzenhotel "Newskij Palace" wurde von einer österreichischen Firma gebaut.

Österreichische Unternehmen haben auch einige der ganz berühmten Moskauer Hotels renoviert, das National, das Palace, nun steht ein Projekt für ein Moskauer Skigebiet vor der Umsetzung. Fast alle neueren Skigebiete Russlands verwenden ausschließlich österreichische Lifte. Aber auch bei anderen bedeutenden Projekten in der Stadt Moskau haben österreichische Unternehmen mitgewirkt, beispielsweise beim Umbau der Tretjakow-Galerie, der Ausweichbühne des Bolschoi-Theaters und im Kreml.

Im Rahmen des Besuches wird Bartenstein mit der Stellvertretenden Premierministerin der Russischen Föderation, Walentina Matwijenko, zusammentreffen. Ebenso ist ein Zusammentreffen mit dem russischen Wirtschaftsminister Gref geplant.

Der Minister wird nicht nur die Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen ansprechen, sondern auch die engere Ausgestaltung der Beziehungen zwischen Russland und der EU sowie den WTO-Beitritt Russlands erörtern. Nach dem Abschluss der Verhandlungen zwischen der EU und China über den WTO-Beitritt müssen die Bemühungen intensiviert werden, dass auch Russland in absehbarer Zeit Mitglied der Welthandelsorganisation WTO wird.

Das Engagement österreichischer Firmen auf dem russischen Markt wurde durch die gute russische Wirtschaftsentwicklung im abgelaufenen Jahr noch verstärkt. Es gibt bereits über 500 österreichische Repräsentanzen, Tochterfirmen und Joint Ventures. Mit einem Investitionsvolumen von 280 Millionen Dollar stand Österreich im Vorjahr bei Investitionen in Russland weltweit an 14. Stelle der ausländischen Investoren.

Die Entwicklung des Außenhandels ist äußerst erfreulich. Nach Einbrüchen während der Finanzkrise 1998 kam es zu einem starken Aufwärtstrend. Im Jahr 2000 wuchsen die Exporte um ca. 40 % auf 9 Milliarden öS. Die österreichischen Importe stiegen um 76 % auf 17 Milliarden öS. 2000 war somit ein Rekordjahr.
Dieser rasante Aufwärtstrend setzt sich 2001 fort, im Jänner-Februar gab es Steigerungen bei den österreichischen Exporten von 27,6 % , und bei den Importen von 26,3%.
Den österreichischen Exporteuren, die traditionell hauptsächlich Maschinen und Anlagen nach Russland liefern, hat die gelockerte Garantiepolitik der Österreichischen Kontrollbank geholfen.

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