Prets: Gender Mainstreaming im EU-Rat leider noch ein Fremdwort

Wien (SK) "Die Einstimmigkeit im Rat ist insbesondere in Fragen des Gender Mainstreamings ein politischer Boomerang. Die einzelnen Mitgliedstaaten verstehen unter Gleichstellungspolitik völlig anderes - und einigen sich somit jeweils nur auf einen sehr kleinen politischen gemeinsamen Nenner", erklärte Christa Prets, SPÖ-Abgeordnete im Europäischen Parlament, Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Anlass war eine Diskussion mit der scheidenden Ratspräsidentin und schwedischen Ministerin für Chancengleichheit, Margareta Winberg, im Europäischen Parlament. Im Kampf um gleichen Zugang von Männern und Frauen zu Beschäftigung, Berufsbildung und zum beruflichen Aufstieg bzw. um gerechte Arbeitsbedingungen sei während der schwedischen Präsidentschaft aber dennoch ein Etappensieg erreicht worden. Die entsprechende Richtlinie (76/207/EWG) sei nach 20-jähriger Diskussion "wesentlich verbessert worden. Erstmals seien punkto "der Definition sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und in Fragen des Elternurlaubs für Väter" Einigungen erzielt worden, betonte Prets. ****

Jede zweite Frau in der Europäischen Union sei bereits am Arbeitsplatz sexuell belästigt worden. Prets: "Angesichts dieser Zahl ist es bedauerlich, dass der Rat unter schwedischem Vorsitz nur eine schwache Version der Richtlinie übernommen hat", schloss Prets. (Schluss) ps/mp

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK