JP Morgan Fleming setzt auf Wachstumwerte bei europäischen Small Caps

Frankfurt/M. (ots) - Lange standen sie im Schatten der Blue Chips. Seit ein paar Jahren sind sie ins Blickfeld des Anlegerinteresses gerückt: die Small Caps. Viele der kleineren Nebenwerte mit einer Marktkapitalisierung von unter 250 Millionen Euro sind wahre Wachstumsriesen. Auf sie setzt der European Smaller Companies Fund von JP Morgan Fleming. Fondsmanager Jim Campbell sieht vor allem im Markt der kleineren europäischen Dienstleistungsunternehmen die größten Ertragschancen.

Small Caps werden, wenn überhaupt, nur von wenigen Analysten beobachtet. Zum einen ist ihre Zahl riesig: Allein in Europa sind vier- bis fünftausend Small Caps gelistet. Zum anderen ist ihr Marktanteil gering. Während Standardwerte wie Siemens von ganzen Analysten-Stäben auf Schritt und Tritt verfolgt werden, gedeihen Small Caps oft unbemerkt. "Das ist der Grund, warum hier wahre Ertragsperlen zu finden sind", sagt Jim Campbell, Manager des FF-European Smaller Companies Fund von JP Morgan Fleming.

Bei den kleineren europäischen Wachstumswerten sieht Campbell auf lange Sicht deutlich größere Kurspotenziale als im Vergleichssegment der USA. Den belebenden Faktor erkennt das Europa-Team von JP Morgan Fleming im Euro. "Die durch die gemeinsame Währung zunehmende Preis-Transparenz wird zur Kostensenkung beitragen und somit die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen erhöhen", erläutert Campbell. "Die strengen Anforderungen der europäischen Zentralbank an die Euro-Mitgliedsländer schaffen zudem ein makroökonomisches Umfeld, in dem niedrige Zinsen und Inflationsraten künftig zur Norm gehören sollten." Auch seien viele der weltweit dynamischsten und kreativsten Unternehmen in Europa ansässig.

Campbell ist überzeugt, dass es bei Auswahl der richtigen Small-Cap-Werte auch in Zukunft gelingen kann, den europäischen Blue-Chip-Index zu schlagen. Das Erfolgsrezept: eine offensive Growth-Politik. "Wir fahren seit zweieinhalb Jahren konsequent den Growth-Stil und sind sehr erfolgreich damit", so Campbell. Dieser biete sich gerade in Europa an, da hier der Anteil an wachstumsträchtigen Werten unter den Small-Cap-Unternehmen besonders hoch sei. Die Länder spielen bei der Anlagestrategie nur eine nachrangige Rolle; entsprechend bunt ist die Länderallokation.

Fündig werden Campbell und sein Team derzeit vor allem bei kleineren Dienstleistungswerten. Zu gut einem Drittel hält der Fonds Aktien im Unternehmens-, Technologie- und Verbraucherdienstleistungsmarkt. Werte im Industrie- und Gesundheitsdienstleistungssektor sind mit drei bzw. knapp fünf Prozent vertreten. "Wir bevorzugen die Dienstleistungsmärkte, weil die Unternehmen hier wenig kapitalintensiv sind", erläutert Campbell. Dazu gehören auch Finanzdienstleister, mit einem Portfolioanteil von fünf bis sechs Prozent. Zweifel, gerade in diesem Segment tendenziell überbewertete Titel zu halten, wie dies manch deutscher Finanzdienstleister-Aktie nachgesagt wird, hegt Campbell nicht. "Betrachtet man die Performance-Erwartungen, so empfehlen sich Firmen wie MLP oder AWD, auf die wir setzen, als Wachstumswerte. Im Spiegel ihrer Gewinnaussichten sind sie nach wie vor nicht zu teuer." Demgegenüber sei das Vertrauen in Technologie-Titel geschwunden. Vom Großteil der Werte hat sich das Fondsmanagement seit März/April 2000 verabschiedet. Nur einzelne Unternehmen mit hohen Wachstumsaussichten, wie zum Beispiel der schwedische IT-Anbieter Tieto, sind noch im Portfolio. Insgesamt liegt der IT-Anteil bei fast Null.

Bei der Auswahl der besten Wachstumswerte setzt das Fondsmanagement auf quantitative und qualitative Verfahren. Quantitativ werden zunächst die einschlägigen Unternehmenskennzahlen gesichtet: Wie gut war das Gewinnwachstum? Gab es Gewinnwarnungen? Wie sehen die Gewinnprognosen des Managements aus? Bei der qualitativen Analyse besuchen Campbell und sein Team die betreffenden Unternehmen oder laden zu Gesprächen ein. "Wir wollen uns persönlich ein Bild machen und hören, wie stark ein Unternehmen im Markt steht. Wie nachhaltig ist sein Wachstum? Wie haltbar sind seine Gewinnprognosen wirklich?", erklärt der Fondsmanager.

Auf die Frage, wann er sich von einzelnen Werten trennt, antwortet Campbell: "Die Tatsache, dass eine Aktie im Kurs stark gestiegen ist, rechtfertigt noch nicht den Verkauf. Maßgeblich für uns ist, ob wir annehmen, dass ein Geschäftsmodell gescheitert ist, wie das bei Intershop der Fall war", so Campbell. Sein Credo: Wachstumschancen am Markt voll ausschöpfen.

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ots Originaltext: JP Morgan Fleming
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