Grünewald: Uni-Dienstrecht führt zu Rückkehr in alte Abhängigkeiten

Mehrkosten zwischen 25 und 30 % sowie längere Studienzeiten die Folge

Wien (OTS) "Jungen WissenschaftlerInnen wird mit dem neuen Dienstrecht keine ausreichende Selbständigkeit in Forschung und Lehre geboten. Es kommt einer Rückkehr in alte Abhängigkeiten von den Professoren gleich und ist sicher keine progressive Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses", kritisiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, anläßlich des heutigen Wissenschaftsausschusses. NachwuchswissenschaftlerInnen sollten möglichst früh autonom arbeiten können, damit Kreativität und Risikofreudigkeit gefördert werden, so der Abgeordnete. Die Grünen werden daher dem neuen Dienstrecht nicht zustimmen.

Laut Rechnungshof wird der Übergang zu privatrechtlichen Dienstverhältnisen zu Mehrkosten zwischen 25 und 30 Prozent führen. Der Übergang zu Vertragsbediensteten-Verhältnissen führt daher bei dem momentan sich abzeichnenden Einfrieren des Personalbudgets zu einer starken Reduzierung des Personalstandes, was wiederum zu einer massiven Beeinträchtigung des Universitätsbetriebes und zur Verlängerung der Studienzeiten führen wird. "Leidtragende sind auch die Studierenden, die mittels Studiengebühren dafür zur Kasse gebeten werden", so Grünewald.

Kritik übt Grünewald an der unklaren arbeitsrechtlichen Situation des "wissenschaftlichen Mitarbeiters in Ausbildung". Es ist kein Dienstverhältnis, sondern ein Ausbildungsverhältnis. Unklar ist allerdings, wer für die Ausbildung des wiss. Mitarbeiters verantwortlich ist und wie die Erfüllung von Dienstpflichten mit dem Ausbildungsverhältnis in Einklang zu bringen ist.

Problematisch ist für Grünewald weiters, wenn Habilitierte, nur befristete Verträge bekommen. Diese sollten einen unbefristeten Vertrag erhalten, der allerdings bei schwerwiegendem und wiederholtem Versagen (regelmäßige Evaluierung und Leistungsüberprüfung in Forschung und Lehre) selbstverständlich kündbar ist, so Grünewald.

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