Pirklhuber: BioAgentur statt AMA soll BioMarketing organisieren

AMA-Gütesiegel nutzt Image von Biolandbau für konventionelle Lebensmittel

Wien (OTS) Eine Totalreform der Agrarmarkt Austria, die Einrichtung einer eigenen Bio-Agentur und eine neue Markenstrategie, die klare Prioritäten für biologische Lebensmittel setzt, fordert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber. Eine heute vom WWF präsentierte Studie zeige nämlich, daß das AMA-Gütesiegel zur Täuschung der Konsumenten beitrage und versuche das Bio-Image für konventionelle Produkte zu nutzen, so Pirklhuber.

Aus der Studie des WWF geht hervor, daß 68 % der österreichischen Konsumenten noch immer glauben, dass Produkte, die mit dem AMA-Gütesiegel gekennzeichnet sind, aus biologischer oder ökolgisch-orientierter Landwirtschaft stammen. Pirkhuber erinnert daran, daß die Grünen schon vor der BSE-Krise eine AMA-Reform vorgeschlagen haben. Eine eigene Abteilung für Biologische Landwirtschaft in der AMA, der Ausbau von Qualitätsstandards und die Etablierung einer Bio-Dachmarke waren die Eckpunkte des Vorschlags.

Die bisher von Molterer angekündigten Reformen im Bereich der Agrarmarkt Austria verlaufen im Sand, kritisiert Pirklhuber. Änderungen an einzelnen Richtlinien bleiben Kosmetik, solange nicht grundsätzlich die Markenstrategie neu konzipiert wird. Das Motto der österreichischen Agrarpolitik lautet offenbar "Aussitzen, Durchtauchen, Weitermachen" statt "Vorrang für BIO", so Pirklhuber abschließend, der weitere parlamentarische Initiativen ankündigt, die die Einrichtung einer eigenen Bio-Agentur zum Ziel haben.

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