Michael Dell im FORMAT: "Wollen in jedem Land Nummer eins werden"

Wirtschaft in den USA wird sich frühestens mit Jahresende erholen - Preiskrieg im PC-Geschäft hält weiter an

Wien (OTS) - In einem ausführlichen Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe von FORMAT spricht der neue PC-Weltmarktführer Michael Dell über das Geheimnis seines Erfolges, die Wirtschaftslage in den USA, die künftige Strategie von Dell und seine persönlichen Ziele.

Er gehe davon aus, daß die US-Wirtschaft am Tiefpunkt angelangt sei, rechne aber damit, daß es frühestens Ende des Jahres zu einer Erholung komme. Er rechne ferner auch damit, erklärte er gegenüber FORMAT, daß vor allem in der Internet- und in der Telekombranche noch erheblicher Konsolidierungsbedarf bestehe: "Da sind Pleiten vorprogrammiert". Im Gegensatz zu HP-Chefin Carly Fiorina und Compaq-Chef Michael Capellas befürchte er allerdings nicht, daß die US-Schwäche im verstärkten Ausmaß auch in Europa zu spüren sein werde.

Zu möglichen Spekulationen, Dell könne im Zuge einer Konsolidierung in der Computerbranche Gateway übernehmen, erklärte er gegenüber FORMAT: "Das ist sicherlich ein mögliches Szenario, wenngleich Gateway aufgrund seiner Performance nicht unbedingt ein attraktiver Übernahmekandidat ist". Auch an eine eine Übernahme von Palm sei Dell, trotz einer mit rund acht Milliarden Dollar prall gefüllten Kriegskassa, derzeit nicht interessiert: "Der Umsatzzuwachs aus einer Übernahme entspräche dem Dell-Umsatz von sieben Tagen. Das ist noch kein wirkliches Geschäft".

Auf die Frage, welche Ziele er noch habe, nachdem er jetzt Weltmarktführer sei, erklärte Dell: "Nummer eins zu werden in jedem Land dieser Welt".

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