ORF-Stellungnahme zu Aussagen von ÖVP-Klubobmann Andreas Khol

Wien, (OTS) - Der ORF trägt mit dem "Runden Tisch" zum neuen ORF-Gesetz einem vielfach geäußerten Wunsch aus der Politik sowie der Film- und Werbewirtschaft Rechnung, dieses Thema auf breiter Basis zu diskutieren. "Breite Basis" bedeutet, dass mehr Diskussionsteilnehmern als bei einer regulären "Betrifft"-Sendung die Möglichkeit gegeben wird, ihren Standpunkt darzulegen. Die Tatsache, dass eine größere Diskussionsrunde dieses Thema erörtert, bedeutet noch lange nicht, dass die Diskussion durch "den ständigen Kampf um das Wort und ein ständiges Durcheinanderreden" nicht ordnungsgemäß ablaufen kann. Bester Beweis ist das erfolgreiche "Österreich-Gespräch", bei dem weit mehr Gäste teilgenommen haben.

- Die ORF-Geschäftsführung hat in der Frage des geplanten ORF-Gesetzes keine Eigeninteressen - es geht ausschließlich um die Interessen des österreichischen Publikums, das vom ORF auch in Zukunft gutes Programm erwartet. Es ist jedoch klar, dass der ORF im Sinne der Meinungsvielfalt die Möglichkeit haben muss, auch einen Vertreter für den "Runden Tisch" zu nominieren, um seinen Standpunkt zu erläutern.

- Die beiden Diskussionsleiter Dr. Roland Adrowitzer und Chefredakteur Dr. Roland Barazon sind langjährige angesehene und kompetente Journalisten, die in der Lage sind, eine faire und ausgewogene TV-Diskussion zu leiten.

- Der ORF sieht im Gegensatz zu den Aussagen von Klubobmann Khol den öffentlich-rechtlichen Auftrag nicht als "lästige Zuspeise", sondern betrachtet ihn als eigentlichen Unternehmenszweck. Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Auftrags und die konkrete Umsetzung in den ORF-Programmen auf Grundlage des neuen ORF-Gesetzes werden daher auch zentrale Themen beim "Runden Tisch" sein.

- Der ORF hat sich bemüht, eine ausgewogene und vielfältige Diskussionsrunde zusammenzustellen, war jedoch leider mit einigen Absagen konfrontiert.

- Wie einer APA-Aussendung vom 13. Juni 2001 zu entnehmen ist, wird der ORF das Hearing im Unterausschuss des parlamentarischen Verfassungsausschusses zum ORF-Gesetz am 22. Juni 2001 von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr in ORF 2 live übertragen.

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