Pittermann kritisiert Änderungen im Ärztegesetz

Ärzten soll die Ausübung ihres Berufes verunmöglicht werden

Wien, (OTS) "Mit der geplanten Streichung der Paragraphen 4(7) und 18 (6) Ärztegesetz stellt die FPÖ-Spitze neuerlich ihre fremdenfeindliche, diskriminierende Geisteshaltung zur Schau", kritisiert Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker. Pittermann empfindet es als Affront gegen die Ärzteschaft, ausländischen Kollegen die Ausübung ihres Berufes zu verunmöglichen. "Ein Arzt, der zum Flüchtling wird und in den Wirren des Schicksals verständlicherweise andere Sorgen hat als seine Papiere zusammenzuraffen, hat in den Augen der FPÖ offenbar die Berechtigung zur Praktizierung des Gelernten verloren", so Pittermann weiter.

"Bis dato haben betroffene Ärzte vor Sachverständigen der Ärztekammer ihre medizinische Ausbildung, die einem Universitätsstudium in Österreich gleichwertig sein mußte, glaubhaft machen müssen. "Hier wird versucht einen Keil zwischen österreichische und ausländische Ärzte zu treiben indem per Gesetz eine funktionierende Regelung einfach beseitigt werden soll", so Pittermann.

Pittermann sieht in der Neuregelung außerdem eine weitere Zutrittsbarriere für MigrantInnen, die sich bislang von einem Arzt, der auch ihre Muttersprache beherrscht hat, behandelt lassen konnten.

In diesem Zusammenhang kritisiert Pittermann auch die im geänderten Entwurf des Ärztegesetzes vorgesehene Anzeigepflicht bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch eines Kindes. "Das Interesse der Ärzte und aller involvierten Berufsgruppen ist es, den betroffenen Kindern und Jugendlichen zu helfen. Interventionsfehler, wie die voreilige Ingangsetzung eines Strafverfahrens ohne genügend Verdachtsmomente können für das Kind kontraproduktiv sein", so Pittermann abschließend. (Schluss) rog

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