"Flüchtige Lust" - eine Ausstellung über Joseph Lanner

Veranstaltet von der Wiener Stadt- und Landesbibliothek und dem Österreichischen Museum für Volkskunde

Wien, (OTS) Person und Werk von Joseph Lanner (1801-1843) widmet sich eine Ausstellung mit dem Titel "Flüchtige Lust", die von der Wiener Stadt- und Landesbibliothek und dem österreichischen Museum für Volkskunde anlässlich der 200. Wiederkehr des Geburtstags des Meisters durchgeführt wird. Die Ausstellung ist vom 17. Juni bis 14. Oktober im Österreichischen Museum für Volkskunde, 8., Laudongasse 15-19, Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr, zu sehen.****

Allzu viel Aufmerksamkeit hat Joseph Lanner im abgelaufenen Jahrhundert nicht erhalten, weder von den ausübenden Musikern noch von der Musikforschung. Von seinen über 300 Kompositionen ist dem heutigen Konzertpublikum nur mehr ein Bruchteil geläufig, kaum zehn Prozent wurden auf Tonträger eingespielt. Eine Gesamtausgabe der Werke Lanners in der originalen Orchesterversion ist nicht einmal begonnen, von einer Anfang des 20. Jahrhunderts kurze Zeit bestehenden Gedenkstätte in seiner Geburtswohnung abgesehen, wurde ihm noch nie eine Ausstellung gewidmet.

Grundlage für die neue Dynamik in der Lanner-Rezeption ist ein von der Stadt Wien finanziertes Forschungsprojekt, das eine systematische Aufarbeitung wichtiger Quellen ermöglichte. Die Ergebnisse des Projekts fanden nicht nur in einem Buch und einem Film über Lanner ihren Niederschlag, sondern flossen auch in die Ausstellung "Flüchtige Lust" - der Titel eines Lanner-Walzers -ein. Ergänzt wurde die Ausstellung durch eigene Forschungen des Ausstellungskurators Dr. Thomas Aigner, dem Leiter der Musiksammlung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek.

Die Geschichte der Lanner-Rezeption, durch eine Reihe von Exponaten belegt, führt deutlich vor Augen, dass der scheinbar problemlose Biedermeierkomponist Lanner eines neuen Zugangs, basierend auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, bedarf. Einen solchen Zugang eröffnen zu helfen haben sich die Veranstalter der Ausstellung zum Ziel gesetzt. Die Leihgaben stammen zum größten Teil aus namhaften Wiener Sammlungen, sowie den Sammlungen der beiden Veranstalter. Der rote Faden bei der Präsentation ist die Chronologie: in Form eines dreidimensionalen Text-, Musik- und Bilderbogens wird die Lebensbahn Lanners einschließlich seiner Nachwirkung bis an die Grenze der Jetztzeit, eingebettet in den Kontext der soziokulturellen Rahmenbedingungen, vor dem Betrachter ausgebreitet. Darüber hinaus wird in einem aus Beiträgen namhafter Fachleute zusammengestellten Katalog vertiefende Informationen angeboten. (Schluss) js/rr

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