Milchquoten wurden 2000/01 um 101.251 t überliefert

AMA: Zusatzabgabe beträgt ATS 496,4 Mio. - ATS 2,57 je Liter zu zahlen

Wien, 15. Juni 2001 (AIZ). - Die Agrarmarkt Austria hat soeben die endgültigen Ergebnisse für das Milchquotenjahr 2000/01 in Österreich vorgelegt. Demnach haben die heimischen Milchbauern in Summe um 101.251 t mehr Milch an die Molkereien geliefert, als es ihre einzelbetriebliche Referenzmenge zugelassen hätte. Daraus ergibt sich eine nationale Zusatzabgabe von ATS 496,4 Mio. (36,07 Mio. Euro), die die AMA einzuheben und an den Europäischen Ausgleichs-und Garantiefonds für Landwirtschaft (EAGFL) in Brüssel zu überweisen hat. Je kg überlieferter Milch macht diese ZSuperabgabeN knapp ATS 2,57 aus. Sie wird den betroffenen Bauern von den Molkereien bei der Milchgeldabrechnung abgezogen. ****

Konkret stand in Österreich im abgelaufenen Milchquotenjahr (1. April 2000 bis 31. März 2001) eine nationale Garantiemenge von 2,583.252 t zur Verfügung. Inklusive der temporären Umwandlung von 33.901 t Direktvermarktungsquote (D-Quoten) ergab sich eine verfügbare Anlieferungsreferenzmenge von 2,617.153 t.

Milchanlieferung machte insgesamt 2,718.404 t aus

Die Milchanlieferung der Bauern machte in diesem Zeitraum 2,668.737 t aus, unter Einbeziehung der Fettkorrektur ergab sich eine Anlieferungsmenge von 2,718.404 t. Die saldierte Überlieferung beträgt demnach 101.251 t. Daraus ergibt sich eine Zusatzabgabe in der Höhe von insgesamt ATS 496,4 Mio.

Für die Berechnung der Zusatzabgabe je kg überlieferter Milch ist bekanntlich die Gesamtmenge an Unterlieferungen maßgebend. Laut Berechnungen der AMA beträgt die Summe der einzelbetrieblichen Überlieferungen 192.309 t, dem stehen Unterlieferungen im Umfang von insgesamt 69.387 t gegenüber. Die Molkereien haben insgesamt 63.070 Lieferanten abgerechnet, davon waren 37.563 Überlieferer und 25.507 Unterlieferer.

Gemäß Verordnung des Landwirtschaftsministeriums ist die Unterlieferung unter Berücksichtigung der nationalen Reserve jenen Landwirten zuzuteilen, die ihre Anlieferungsreferenzmenge überschritten haben. Weiters hat die AMA bei der Festsetzung des so genannten Zuweisungsprozentsatzes jene Differenzen zu berücksichtigen, die sich aus nachträglichen Berichtigungen der Vorjahre ergeben. Unter Berücksichtigung dieser Vorgaben ergibt sich die einzelbetriebliche Unterlieferung inklusive nationaler Reserve von 91.507 t.

Belastung beträgt rund ATS 2,57 je kg überlieferter Milch

Die Höhe der Belastung je kg überlieferter Milch ergibt sich aus dem so genannten YSaldierungsprozentsatzB, der das Verhältnis der einzelbetrieblichen Unterlieferungen (192.309 t) zu den einzelbetrieblichen Überlieferungen (91.507 t) wiedergibt. Der Zuweisungsprozentsatz beträgt daher 47,5833 %. Das bedeutet, dass der einzelne Landwirt für die restlichen 52,4167 % seiner überlieferten Milchmenge eine Zusatzabgabe (ATS 490,24/100 kg) zu entrichten hat. Die durchschnittliche Belastung an Zusatzabgabe beträgt somit ATS 256,97/100 kg.

Überlieferung auch im laufenden Quotenjahr

Auch im neuen Quotenjahr 2001/02 zeigt sich eine weiterhin starke Steigerung der Anlieferung: Sie betrug im April +2 % und im Mai +3 % gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Würde die Milchanlieferung in dem gesamten laufenden Milchquotenjahr so weitersteigen, wie in den Monaten April und Mai, läge die Höhe der Zusatzabgabe letztendlich bei ATS 750 Mio.

Die AMA weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im neuen Quotenjahr 2001/2002 nur mit einer Erhöhung der Anlieferungs-Garantiemenge um 10.000 t zu rechnen ist. TAus den laufenden Anpassungen wird immer weniger Anlieferungsreferenzmenge dazukommen, da die Direktvermarktungsreferenzmenge zur Bedarfsdeckung der Direktvermarkter selbst benötigt wird und eine Neuverteilung mangels nationaler Reserve nicht mehr möglich istÜ, stellt die Marktordnungsbehörde fest.
(Schluss) kam

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