CSU-GLÜCK ZUR AKTIVEN BÜRGERGESELLSCHAFT

Präsentation des Buches "Verantwortung übernehmen" von Alois Glück Mittwoch Abend im Parlament

Wien, 15. Juni 2001 (ÖVP-PK) Mittwoch Abend wurde im Abgeordnetensprechzimmer im Parlament das neue Buch "Verantwortung übernehmen - Die Gesellschaft im Umbruch - eine neue Kultur der Verantwortung" des CSU-Fraktionsvorsitzenden Alois Glück durch ÖVP-Klubobmann Dr. Andreas Khol vorgestellt. Der ÖVP-Klubobmann begrüßte zu Beginn alle Anwesenden, darunter den Dritten Nationalratspräsidenten Dr. Werner Fasslabend und den Tiroler Nationalratsabgeordneten Hermann Gahr. ****

Glück ist seit 1988 Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, seit 1999 außerdem Vorsitzender der Grundsatzkommission der Partei, deren Vorstand er seit 1981 angehört. Er ist Autor von Büchern und zahlreichen Publikationen zu politischen Fragen. "Glück ist ein Grundsatzdenker und -schreiber. Das Buch "Verantwortung übernehmen" ist ein Grundsatzbuch. Glück ist aber nicht nur Politiker, sondern auch ein Mann der Wörter", so Khol.

Der ÖVP-Klubobmann, selbst Autor von zwei Büchern über die Bürgergesellschaft, verwies in seiner Einleitung auf Österreich, wo eine ähnliche Diskussion geführt werde, wie sie Glück in Bayern betreibe: "Seit mehr als zehn Jahren wird bei uns die Frage der Bürgergesellschaft politisch diskutiert." Beim letzten ÖVP-Bundesparteitag im April 1999 sei der Leitantrag "Heimat -Bürgergesellschaft" beschlossen worden. Die Bürgergesellschaft sei ein Fundament der Demokratie. Solidaritätsvorräte würden gebunden und leistungsbereite Bürger motiviert. Die Bürgergesellschaft bringe eine Stärkung der Eigenverantwortung. Sie bedeute auch, dass öffentliche Aufgaben in Privatinitiative übernommen würden, die der Staat nicht leisten darf, kann oder will. "In Österreich arbeiten wir schon sehr konkret an der Umsetzung der Bürgergesellschaft, beispielsweise an einer bürgerfreundlichen Reform des Vereinsrechts oder einer Neudefinition von Gemeinnützigkeit im Steuerrecht", betonte der Klubobmann.

DER INHALT

Alois Glück skizziert in seinem Buch das Konzept einer Aktiven Bürgergesellschaft, in der einzelne Bürger wieder mehr Verantwortung für sich selbst und für das Gemeinwesen übernehmen und die staatlichen und politischen Strukturen nach den Prinzipien der Dezentralisierung, Subsdidarität und Nachhaltigkeit überprüft und reformiert werden sollen. Aus der Fragestellung "Gibt es einen Weg, mit dem wir gleichermaßen menschlicher und leistungsfähiger werden?" habe sich das Konzept seiner aktiven Bürgergesellschaft entwickelt, so Glück bei der Buchpräsentation. Das sei auch eine Schlüsselfrage für die weitere Entwicklung und für die politische Akzeptanz von Parteien. Jener Partei, der es gelingt, dies glaubwürdig zu vermitteln, habe einen entsprechenden Vorteil für die kommenden Wahlentscheidungen, zeigte sich Glück überzeugt. Eine zukunftsorientierte Politik müsse die Innovationskraft und gleichzeitig die innere Stabilität des Landes fördern. Der Autor verglich das Konzept der Bürgergesellschaft mit dem Bild eines Hauses: Das Fundament sei das christliche Menschenbild. Darauf stehen die tragenden Säulen einer neuen Kultur der Verantwortung, darüber spanne sich das Dach der aktiven Bürgergesellschaft.

Das zukunftsweisende Strukturprinzip sei das Subsidiaritätsprinzip, beispielsweise auch für Zukunftsfragen der EU. Der Autor unterstrich in seiner Rede auch die Wichtigkeit, Menschen miteinbeziehen zu können. Der Öffentlichkeit müsse zudem deutlich gemacht werden, welche Bedeutung das freiwillige Engagement hat. "Wir müssen für das freiwillige Engagement eine neue Anerkennungskultur entwickeln", so der Politiker.

VERHALTENSVEREINBARUNGEN AN SCHULEN ALS POSITIVES BEISPIEL FÜR KULTUR DER VERANTWORTUNG

Als Beispiel für die aktive Bürgergesellschaft und eine neue Kultur der Verantwortung führte Glück in seiner Rede unter anderem die Schulen an: "Wir wollen mehr Verantwortung vor Ort in den Schulen." Glück zitierte aus seinem Buch: "Einige Schulen, die mit massiven inneren Beziehungskonflikten zu kämpfen hatten, haben durch gegenseitige vertragliche Verpflichtungen zu Respekt und Rücksichtnahme positive Veränderungen erreicht." Glück führt in seinem Buch konkret die Grund- und Hauptschule Wörth am Main an, die durch einen Vertrag eine Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern vereinbarte. Beide Seiten haben sich damit gemeinsam verpflichtet, vereinbarte Erziehungsziele untereinander abgestimmt zu verfolgen. "Nach jetzt über vierjähriger Erfahrung mit dem Modell lässt sich zweifelsfrei feststellen, dass sich die Atmosphäre an der Volksschule Wörth am Main insgesamt deutlich verbessert hat... Die Eltern untereinander und die Lehrer der Klasse bilden eine echte Solidargemeinschaft, die von gegenseitigem Verständnis und gegenseitiger Unterstützung geprägt und in der die Arbeit jeweils anerkannt wird", zitierte Glück aus dem Buch.

"Das haben wir auch unseren sozialdemokratischen Verweigerern gesagt. Ich werde SPÖ-Klubobmann Josef Cap das Buch kaufen und widmen", so Khol abschließend.
(Schluss)

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